Eichhorn-Pläne: Ein Kompromiss ist noch nicht in Sicht

Von: -vpu-
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So bildet das Unternehmen das geplante Logistikzentrum in Kirchberg ab: als treppenartige Ansicht. Das Hochregallager wirke durch die Vorbauten nicht so wuchtig. Die Bürgerinitiative bezweifelt das. Grafik: Eichhorn KG

Jülich/Kirchberg. Die Erweiterungspläne der Wellpappenwerke Carl Eichhorn KG in Kirchberg bleiben ein „heißes Eisen“, und ein Kompromiss ist noch nicht in Sicht.

Geschäftsführer Hellmuth Eichhorn hat die Pläne des Unternehmens in der Sitzung des Fachausschusses erneut dargelegt und antwortete dabei auch auf Fragen, die von Bürgermeister Heinrich Stommel, aus der Kommunalpolitik und der Bürgerinitiative „Zukunft“ Kirchberg gestellt worden waren. Die strittigen Punkte aber blieben. Sie sollen im kleinen Kreis unter allen Beteiligten bis Ende Januar erneut thematisiert werden, damit der Ausschuss dann über die Aufstellung des Bebauungsplanes entscheiden kann – nach dann neun Monaten.

„Wir haben keine Lagerflächen und platzen aus allen Nähten“, legte Hellmuth Eichhorn dar. Die Kunden verlangten aber nach einer Ausweitung der Lagerkapazitäten und drohten, sonst zur Konkurrenz zu wechseln. Das Unternehmen verfüge auf der Seite der stillgelegten Papierfabrik zwar über Baurecht und Flächen, die aber inzwischen zu klein seien.

Auf dieser Seite „stoßen wir nach fünf bis sieben Jahren erneut an Kapazitätsgrenzen“. Auf der anderen Straßenseite aber sei man mit dem Logistikzentrum um ein 40 Meter hohes Hochregallager, das über eine Industriebrücke automatisiert versorgt wird, auf 25 Jahre gesichert. Die Eichhorn KG will 50 Millionen Euro investieren.

Die Bürgerinitiative sieht Kompromisschancen. Kerstin Kottmann erklärte für die BI im Ausschuss, dass statt der Brücke zum Beispiel ein Tunnel gebaut werden könnte. Und auch das Lager müsste nicht 40 Meter hoch sein, wenn dessen Auslastung nach Firmenangaben erst 2023 erreicht werde. Eichhorn entgegnete, dass ein Tunnel fünf Mal teurer sei als eine Brücke. Und ein Hochregallager-Bau zum Beispiel „in Etappen“ von zwei Mal 20 Metern sei technisch nicht umsetzbar.

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