Jülich - Effekte aus Wasser und Scheuerpulver im Hexenturm

Effekte aus Wasser und Scheuerpulver im Hexenturm

Von: Kr.
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Zahlreiche Kunstfreunde begrüßten Dieter Laue, Kirsten Müller-Lehnen und Michael Küpper (von links)zu einem Colloquium im Jülicher Hexenturm. Foto: Kròl

Jülich. Die Kunst unter dem Markenzeichen „Made in Jülich“ im Bewusstsein der Kunstfreunde zu verankern ist ein Bestreben, das sich der Jülicher Kunstverein auf die Fahnen geschrieben hat. Eine stattliche Zahl bildender Künstlern ist in der Herzogstadt etabliert und einige von ihnen haben in diesem Jahr im Jülicher Hexenturm interessante und sehenswerte Ausstellungen bestritten.

Doch neben den Ausstellungen bemüht sich der Verein auch, Künstler und Bürger ins Gespräch zu bringen. Als Mittel dazu dienen auch die Kolloquien. Zum dritten Mal lud nun der Verein alle Kunstfreunde und Kunstschaffende zu einem solchen Künstlergespräch in den Hexenturm ein. Rede und Antwort wollte ihnen der Künstler Michael Küpper stehen.

Eine kleine, dafür umso feinere Auswahl seiner Bilder hatte er mitgebracht, um seine Arbeitsweise und sein Spektrum vorzustellen. Zunächst war es Dieter Laue, der sich mit seinen Fragen an den Künstler wandte, um das Eis zu brechen, bevor sich auch die Gäste ins Gespräch einschalteten. Persönliches, Berufliches und natürlich auch aus seiner künstlerischen Tätigkeit berichtete Küpper. 1941 in Güsten geboren, wuchs er mehr oder weniger bei den Großeltern in einer richtigen Großfamilie in Welldorf auf. So kommt es auch, dass er sich selbst eher als Welldorfer sieht.

Eigene Technik

Schon früh betätigte er sich kunsthandwerklich und kann sogar stricken und häkeln. Richtig zur Kunst gelangte er, als er eine Lehre im Architekturbüro antrat und von seinem Lehrherrn angeleitet wurde. Familie und Beruf ließen dann die Kunst in Vergessenheit geraten, doch mit dem Ruhestand erwachte das Interesse an der künstlerischen Tätigkeit wieder. Er besuchte Kurse und Seminare und entwickelte in der Malerei eine eigene Technik.

Mit Hilfe von Pigmenten, Acrylfarben, viel Wasser und mit Scheuerpulver grundiert er die Leinwand und erzielt rein zufällige Effekte, die er dann aus dem Bild herausarbeitet. So entstehen Figuren und Gestalten mit ganz eigenem Charakter. Doch seine große Leidenschaft gehört der Druckgrafik. Als er vor zwölf Jahren in einer Kunstzeitschrift eine Radierung sah, wusste er sofort: Das ist es.

Er belegte Kurse bei Anton Zirkelbach im Kloster Bronnbach und wird im kommenden Jahr zum zwölften Mal daran teilnehmen. Mit der Holzschnitttechnik beschäftigte er sich bei Seminaren in der Europäischen Akademie in Trier. In seinen Arbeiten nähert sich der Künstler immer weiter der Abstraktion, ohne aber das Figürliche außer Acht zu lassen. Vieles gab Küpper an diesem Morgen von sich und seiner Arbeit preis und schon bald entstand ein lebhaftes Gespräch.

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