Stetternich - „Echt Kanadisch”: Ferdinand Piel gibt Passion in Reiseführern weiter

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„Echt Kanadisch”: Ferdinand Piel gibt Passion in Reiseführern weiter

Von: tm
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Er kennt sich aus in Kanada: Ferdinand Piel reist seit 40 Jahren durch das zweitgrößte Land der Erde zwischen Atlantik und Pazifik. Foto: Mauer

Stetternich. Die Grundlagen wurden bei ihm im Alter von elf Jahren gelegt. Das war 1963, als die Welt am Rand eines erneuten Krieges stand. Die Kuba-Krise veranlasste die Eltern von Ferdinand Piel, ihren Sohn in das scheinbar sichere Kanada zur Tante zu verschicken.

Entstanden ist daraus eine lange Liebe zum Land, viele Reisen und nun auch ein zweibändiger Reiseführer der etwas anderen Art.

„Der Gedanke kam mir, als ich einen Prospekt in Kanada gelesen habe, auf dem Winnetou als Werbeträger für ein kanadisches Indianer-Reservat benutzt wurde.” Diesen Blödsinn wollte der ehemalige Förster nicht auf sich beruhen lassen.

Manchmal zweimal im Jahr

Seit über 40 Jahren reist der Stetternicher regelmäßig in das zweitgrößte Land der Erde nördlich der USA. In Ausnahmefällen sogar zweimal im Jahr. „Wenn man in der Nebensaison dorthin fährt, sollte man am Ankunftsflughafen ein Hotel gebucht haben”, lautet sein Tipp. „Alles andere kann man vor Ort organisieren.”

Ferdinand Piel selbst fährt gern mit der Eisenbahn oder mietet ein Fahrzeug, beides ist durchaus preisgünstig zu haben, sagt er. „Man darf nicht den Erstbesten Anbieter nehmen, sondern sollte sich Zeit lassen.” An dieser Stelle kommt die wichtigste Einschränkung für Ferdinand Piel: „Als Minimum für einen Kanadabesuch braucht man fünf Wochen.” Die längere Zeit mache die Reise nur unwesentlich teurer als eine Pauschalbuchung. Dafür erlebe man einfach mehr und könne sich dem dortigen Lebensrhythmus besser anpassen.

Mit Englisch durchs Land

„Die Menschen dort sind unglaublich freundlich und sehr offen. Der Zöllner fragt Sie nicht zuerst nach Ihrem Pass, er möchte wissen, wie es Ihnen geht”, sagt ein Mann, der fast alle Regionen in Kanada bereist hat. Und immer noch zieht es ihn dorthin. Mit Englisch ist eine Verständigung nahezu überall möglich, und überraschend viele Kanadier verstehen auch Deutsch.

Die schönste Zeit für einen Besuch beschreibt der Stetternicher für den September und Oktober, besonders dort, wo der „Indian Summer” gut zu sehen ist und die Farbenvielfalt den Betrachter in einen wahren Rausch versetzen kann. Aber auch die Zeit von Mai bis Juni bietet eine große Farbenpracht. Allerdings werde der Naturgenuss ein wenig eingeschränkt durch die Mückenplage an einigen Orten. „Unser europäisches Mückenmittel hilft gar nichts, aber in den Drugstores dort ist alles zu haben.”

Sein Wissen hat Ferdinand Piel nun in einem zweibändigen Reisebuch über Kanada zusammen gefasst. Der erste Band beleuchtet die historischen Hintergründe. „Für mich wurde Amerika in Kanada entdeckt”, beharrt der Autor auf die Entdeckung des Kontinents durch die Vikinger, lange vor Kolumbus.

Im zweiten Band nimmt Ferdinand Piel den Leser mit auf Reisen quer durch das riesige Land. Die existierenden Führer geben zumeist Auskunft nur über einen kleinen Bereich Kanadas. Ferdinand Piels Buch gibt Einblicke von Ost nach West, garniert mit zahlreichen Hinweisen und Tipps.

„Echt Kanadisch” im Doppelpack

Ferdinand Piel, beschreibt seine Reisen nach Kanada in zwei Bänden; Titel beider Bände: „Echt Kanadisch”.

„Mit dem Auto und der Eisenbahn durch einen Subkontinent” lautet der Untertitel.

Erschienen sind die reichlich bebilderten Bände 2011 im Bernardus-Verlag und kosten 17,50/19,80 Euro.

Band 1 „Geschichtliches” ist 406 Seiten stark, Band 2 „Von Ost nach West und in den Norden” hat 589 Seiten mit Literaturverzeichnis.

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