Jülich - Dusche mit garantiertem Gänsehaut-Effekt

Dusche mit garantiertem Gänsehaut-Effekt

Von: hfs.
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Zwar wird in den Umkleidekabin
Zwar wird in den Umkleidekabinen im Karl-Knipprath-Stadion zur Zeit gearbeitet, doch die lange Bauverzögerung macht weiterhin ein Warmduschen für die Fußballer nicht möglich. Foto: hfs.

Jülich. Dass viele städtische Sanitäreinrichtungen in Jülich renovierungs- oder erneuerungsbedürftig sind, ist bekannt. Ob in Turnhallen oder Vereinsheimen - überall nagt der Zahn der Zeit an Heizungen oder Duscheinrichtungen. So auch in den Umkleidekabinen des SV Jülich 1912 und des SC Jülich 10/97, wo seit vielen Monaten warmes Wasser zum Duschen ein Fremdwort ist.

Schon im vergangenen Winter machte sich bei Fußballern und Funktionären Ärger breit. Nach Trainings- oder Spielbetrieb stand nicht genügend warmes Wasser zum Duschen zur Verfügung - ob Heim-Mannnschaft oder Gastverein, überall das gleiche Dilemma. Auch für die schon laufende neue Saison hat sich eigentlich nichts Grundlegendes verändert. „Wir haben mit dem städtischen Sportamt gesprochen. Man versucht, eine Notlösung zu finden”, sagt der erste Vorsitzende des SV Jülich 1912, Wolfgang Beck. Denn „sein” Verein wie auch der SC Jülich 10/97 haben am Wochenende die ersten Heimspiele. Ob die Notlösung allerdings funktioniert, „das wissen wir erst am Freitag Abend”, sagt Beck.

Als der Jülicher Stadtrat aus Mitteln des Konjunkturpakets II rund 200 000 Euro für die Ertüchtigung und Erneuerung der Heizungsanlage in den Umkleide- und Duschräumen der beiden Fußballvereine am Karl-Knipprath-Stadion zur Verfügung stellte, war die Freude groß. „Die Maßnahme sollte am 4. April beginnen”, sagt Peter Feger, im Hochbauamt der Stadt Jülich der zuständige Sachbearbeiter.

Ein Ärgernis

Doch durch einen Unfall, den er erlitt, blieb sein Arbeitsplatz vier Wochen unbesetzt. „Ich war nicht im Dienst, konnte mich nicht um den fristgerechten Beginn kümmern”, sagt Feger, für den diese Baumaßnahme nach eigenem Bekunden von Anfang an ein Ärgernis war. „Es war und ist eine schwierige Baustelle”, sagt er. Die eigentlichen Arbeiten begannen erst am 4. Juli. Warum es so spät wurde, habe verschiedene Gründe. So sei die Firma aus Baesweiler, so sagt der Beamte, zwar mehrmals an der Baustelle gewesen, fand aber nach deren Aussage keinen Zugang. Andererseits seien Termine nicht eingehalten worden. Zudem stellten sich die notwendigen Installationsarbeiten in einem nur knapp einem Meter hohen Kriechkeller unterhalb des langen Gebäudes als sehr beschwerlich heraus.

„Es dauert halt. Ich denke, dass wir in rund drei Wochen fertig sind mit der Komplettinstallation.” Das heißt nicht, dass die dann 50 aufgehängten Heizkörper funktionieren. „Dann werden wir zuerst einmal warmes Wasser haben, mit der Inbetriebnahme der Heizung haben wir ja noch etwas Zeit.”

Die Beheizung der Räumlichkeiten wurde bis zum vergangenen Winter vorwiegend mit einer Fußbodenheizung betrieben. „Die wurde nun aber mit der Renovierung außer Betrieb gesetzt und muss nun entsprechend umgerüstet werden.”

Auch Peter Feger ist froh, wenn die Arbeit an und in den Umkleidekabinen beendet ist. Bestimmt aber auch die Fußballer von „Zwölfern” und „Zehnern” beziehungsweise deren Gäste, die sich in den letzten Monaten allesamt vom Warm- zum Kaltduscher entwickelten.
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