Durch das JuLab in die Naturwissenschaft

Von: hfs.
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Mit dem Vertrag in Händen stellen sich der Leiter der Maria-Goretti-Schule und FZJ-Chef Achim Bachem, Karl Sobotta (l.), Thomas Rachel (3.v.l.) und Minister Oliver Paasch von der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens (r.) mit Schülern zum Erinnerungsbild am Schülerlabor. Foto: hfs.

Jülich. Fördern Ferienworkshops, Kurzpraktiken oder aber Themen-und Projekttage im Schülerlabor JuLab des Forschungszentrums ein nachhaltiges Interesse bei den Schülern? Fördern sie Interesse an Naturwissenschaften und Technik? Können sie sogar das Lernverhalten von Schülern beeinflussen?

Drei zentrale Fragen, die mittels einer Langzeitstudie mit Schülern verschiedener Schultypen beantwortet werden sollen. Nun erstmals grenzübergreifend mit der Maria-Goretti-Schule aus der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens.

Dass die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens in der vielzitierten Pisa-Studie hinter Finnland auf Platz 2 liegt, dies hob Oliver Paasch als Minister für Unterricht, Ausbildung und Beschäftigung der dortigen Regierung hervor. „Was aber das naturwissenschaftliche Interesse anbelangt, da sind wir unterdurchschnittlich. Aber dies wollen wir ändern, auch mit der jetzigen Kooperationsvereinbarung.” Diese stand im Mittelpunkt, als der Minister nun mit FZ-Vorstandschef Professor Dr. Achim Bachem eine solche in den Räumlichkeiten des JuLab unterzeichnete.

„Denn so kann die Studie auch auf Schüler ausgedehnt werden, die in einem anderen Bildungssystem unterschiedliche Erfahrungen mit Naturwissenschaften und Technik gemacht haben”, betonte Karl Sobotta als Leiter des JuLab die Wichtigkeit „der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.” Der Langzeitversuch wurde 2005 unter der wissenschaftlichen Betreuung von Professor Bernd Ralle von der Uni Dortmund gestartet.

Bis zu 250 Schüler von der Jahrgangsstufe 6 bis zu ihrem Schulende besuchen laut einer entsprechenden Kooperation mit den Schulen regelmäßig das Schülerlabor, nehmen zum Beispiel an Thementagen und Projekten teil, die sich eng an die Jülicher Forschungsschwerpunkte anlehnen. „Wir wollen herausfinden, ob dies vielleicht Auswirkungen auf die späteren Berufswünsche hat”, so Sobotta.

Wie wichtig diesbezüglich grundsolide Aussagen sind, dies hob der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Forschung und Bildung, Thomas Rachel hervor. „Wir müssen unsere Schüler sehr eng an Wissenschaft und Forschung heranführen”, unterstrich Rachel aber gerade den grenzüberschreitenden Charakter der Kooperation. Die hat dazu geführt, dass Lehrer der Maria-Goretti-Schule bereits Fortbildungsseminare im Forschungszentrum besuchen.

„Dies zeigt, wie wichtig wir diese Vereinbarung sehen”, meinte Oliver Paasch, setzte anschließend seine Unterschrift neben die von Achim Bachem. „In Räumlichkeiten, die einen besonderen Stellenwert in unserem Zentrum haben”, stellte der FZ-Chef fest, der selbst gespannt ist, „ob sich nachhaltige Effekte in Bezug auf das naturwissenschaftliche Interesse fundiert nachweisen lassen.” Dies ist das erklärte Ziel der Langzeitstudie, die in vier Jahren abgeschlossen sein soll.
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