Dürboslar: Noch immer „kein Anschluss unter dieser Nummer“

Von: Guido Jansen
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Ein Ort der Funkstille: In Dürboslar funktioniert nicht jeder Telefonanschluss, manche sogar seit drei Wochen nicht. Foto: Jansen

Aldenhoven. Das Telefon ist tot. Seit drei Wochen herrscht bei M. aus Dürboslar Funkstille. M. will ihren Namen lieber nicht in der Zeitung lesen. Denn die Familie ist sauer. Auf die Telekom. Weil seit dem 9. Juli Funkstille herrscht.

„Da hat es dienstags und mittwochs viel geregnet“, erinnert sich die Frau. Und dann sei irgendwann die Kommunikation in die Knie gegangen. Nicht nur bei ihrer Familie, auch in der Nachbarschaft waren viele Telefonanschlüsse tot. Während sich das Problem bei vielen Dürboslarern nach zwei Tagen wieder gelegt hatte, geht im Haus von Familie M. nichts. Und damit steht sie nicht alleine da. Von Nachbarn wissen sie, dass diese auch seit drei Wochen nicht telefonieren können.

Bei einer kleiner Stichprobe am Donnerstag hat sich gezeigt, dass rund die Hälfte der gewählten Nummern aus Dürboslar „vorübergehend nicht erreichbar“ ist. Das hängt laut Telekom mit einer Störung zusammen. „Die Ursache ist Feuchtigkeit, die in ein Hauptkabel eingedrungen ist“, so die Begründung. Damit gemeint sind die neuerlichen Ausfälle in Dürboslar, die nach dem Unwetter am vergangenen Dienstag aufgetreten sind. Mit den Ausfällen in Mersch, Pattern und Kalrath habe das nichts zu tun. Auf die Frage unserer Zeitung, warum es Anschlüsse gibt, die seit drei Wochen nicht funktionieren, gab die Telekom keine Antwort, kündigte aber Nachforschungen an.

Eine Kurzmitteilung hätte M. von der Telekom auf ihr Mobiltelefon bekommen, dass am 10. Juli zwischen 12 und 16 Uhr ein Techniker vorbeikommen würde. „Der kam aber nicht“, sagt M.. Von ihrem Mobiltelefon hat sie bei der Telekom angerufen. „Da kommt kein Techniker, weil ein großer Schaden vorliegt“, fasst sie die Antwort zusammen.

Seitdem hat sie häufiger angerufen, wollte sich beschweren und hat deswegen auch den Telekom-Laden in Jülich aufgesucht. Neue Erkenntnisse gab es= nicht. „Wenn man uns wenigstens mal erklären würde, was Sache ist...“, sagt M. „Wir haben mittlerweile die Schnauze gestrichen voll.“ Um ihre Mails abzurufen, muss sie ihre Tochter in Jülich besuchen. Deswegen hat die Familie den Besuch eines Freundes aus Afrika verpasst, der sein Kommen telefonisch und per Mail ankündigen wollte. Allerdings konnte die Familie erst antworten, als es zu spät war. Jetzt haben sie sich per Einschreiben bei der Telekom beschwert.

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