Düppelsmühle Titz: Rekonstruktion eine Frage des Geldes

Von: -vpu-
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Alle zerstörten Teile der Titzer Düppelsmühle werden gesichert und eingelagert. Foto: Jagodzinska

Jülich/Titz. Auch neun Tage nach dem Pfingst-Unwetter mit dem schwerem und folgenreichen Sturm sind die Schäden nicht alle behoben. In der Jülicher City röhrten über Stunden die Kettensägen: zum Beispiel auf dem Parkplatz Bahnhofstraße, wo ein alter und stattlicher Baum entwurzelt worden war.

Ihn zu zerteilen und die Wurzel zu entfernen, nahm viel Zeit in Anspruch. Das Titzer Wahrzeichen Düppelsmühle – nach dem Unwetter ein Totalschaden –wurde am Freitag bei einem Ortstermin genauer unter die Lupe genommen. Die Rekonstruktion ist gewollt, aber eine Frage des Geldes.

Eine Vertreterin der Denkmalpflege beim Landschaftsverband, der Titzer Verwaltung und der Mühlenbesitzer besprachen das Vorgehen. Wie Bürgermeister Jürgen Frantzen auf Anfrage informierte, wird die LVR-Denkmalpflege das zu erstellende Angebot eines niederländischen Fachunternehmens prüfen und bewerten, ob diese Maßnahme unterstützenswert ist.

Das Denkmal Düppelsmühle war vom Privatbesitzer mit Verweis auf sehr hohe Prämien nicht versichert worden. Außerdem soll die Denkmalbehörde bei der Bezirksregierung informiert und um Zuschüsse gebeten werden. „Wir wollen alle Töpfe anzapfen“, sagte Frantzen, dessen Verwaltung bei dem Projekt Rekonstruktion die Schalt- und Koordinierungsstelle bildet. „In Rede steht eine Rekonstruktion unter Berücksichtigung möglichst vieler Originalteile.“ Kurzfristig werden die Teile gesichert und eingelagert – auch der noch an der Mühle befindliche letzte Flügel. Außerdem soll das Denkmal vor Regen geschützt werden.

Vielleicht gibt es nicht nur Mittel für die Titzer Mühle von der Landesregierung, denn das gesamte Jülicher Land wurde von Orkan „Ela“ hart getroffen. Der CDU-Landtagsabgeordnete Josef Wirtz hat informiert, dass seine Fraktion in einem Antrag „die Landesregierung auffordert, ein Paket von Sofortmaßnahmen zu erlassen. Dieses Paket soll unter anderem enthalten, dass eine Schadensbilanz gezogen wird, die auch darstellt, welche Schäden durch Versicherungen abgedeckt sind und welche von den Kommunen getragen werden müssen.

Es sei zu prüfen, ob der Europäische Solidaritätsfonds zur Beseitigung der Schäden im öffentlichen Raum in Anspruch genommen werden kann. Weiterhin soll ein Plan zum Ersatz der zerstörten Straßenbäume erstellt werden. Bei der Schadensbeseitigung „darf das Land die Kommunen nicht alleine lassen.“ so Landtagsabgeordneter Josef Wirtz.

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