Düppelsmühle soll wieder mahlen können

Von: jago
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Der Mühlenkasten am Haken: Mit einem großen Kran haben die Mitarbeiter einer Fachfirma die Düppelsmühle demontiert, damit sie vor Ort rekonstruiert werden kann. Foto: Jagodzinska

Titz. Die Rekonstruktion der 2014 im Pfingststurm „Ela“ zerstörten Titzer Düppelsmühle ist jetzt einen entscheidenden Schritt vorangekommen. Mehrere Mitarbeiter der niederländischen Firma „Vaags Meester Molenmakers“ waren zugegen, als ein Kranwagen mit 80 Tonnen Hebekraft im zweiten Anlauf den Mühlenkasten vom Bock hob.

Um das Gewicht zu reduzieren, waren im Vorfeld die Mühlsteine entnommen worden.

Zunächst war angedacht, die Bestandteile der Düppelsmühle Stück für Stück zu demontieren, am Stammsitz der Firma in den Niederlanden in Modulbauweise zu restaurieren und sie dann in Titz wieder aufzubauen. Nach Abwägung aller konstruktionstechnischen und kaufmännischen Aspekte hat sich letztlich herauskristallisiert, dass die Vor-Ort-Restaurierung die bessere Lösung ist. Da der Mühlenkasten sich während des Sturms um einige Zentimeter verschoben hat, muss nun überprüft werden, inwieweit der Poller in Mitleidenschaft gezogen worden ist.

Der Mühlenkasten steht nun auf Kanthölzer aufgebockt einige Meter neben dem Bock der Bockwindmühle, die Arbeiten daran werden der ursprünglichen Form möglichst nahe nachempfunden. Vor der Zerstörung war die Düppelsmühle nicht mehr in Betrieb, das wird sich nicht nur zur Freude des Titzer Bürgermeisters Jürgen Frantzen ändern. „Wenn das Projekt komplett abgeschlossen ist, wird das Titzer Wahrzeichen wie in alten Zeiten Getreide mahlen können“, hob er hervor. Wert legt die Verwaltung auf die Feststellung, dass die Allgemeinheit Nutznießer der fertiggestellten Düppelsmühle werde, so sei in Aussicht gestellt, dass beispielsweise Schulklassen im Rahmen von Aktionstagen Zugang gewährt werde.

Gut eineinhalb Jahre waren ins Land gegangen, bis Bewegung in den Wiederaufbau des Wahrzeichens der Landgemeinde gekommen war. Der Mühlenbesitzer Peter Wirtz hatte die Mitte des 16. Jahrhunderts gebaute Bockwindmühle aufgrund der hohen Kosten nicht gegen Sturmschäden versichert. Deswegen dauerte es lange, bis die Finanzierung für den Wiederaufbau aus öffentlichen Mitteln und Spenden stand.

Insgesamt kostet das Projekt 275.000 Euro, knapp die Hälfte der Mittel stammt aus einem Denkmalschutzprogramm des Bundes, zudem fließen 56.000 Euro aus Landesmitteln und 80.000 Euro von der Stiftung Denkmalschutz in den Wiederaufbau. Die restliche Summe bringen Wirtz und die Gemeinde Titz auf. Zudem ist geplant, die Düppelsmühle über einen Förderverein versichern zu lassen.

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