DRK Jülich denkt über Neubau und neue Tätigkeiten nach

Von: ptj
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Langjährige Vereinsmitglieder und „Helden der Flüchtlingsarbeit“ wurden beim DRK-Kreisverband Jülich geehrt: Sabine Günnel (Bildmitte) und ihr Stellvertreter Tobias Weber (l. neben ihr) wurden in Sachen Flüchtlingsarbeit besonders gelobt. Links im Bild ist der Präsident im Kreisverband, Justus Peters, zu sehen, rechts Vorsitzender Uwe Palmen. Foto: Jagodzinska

Jülich. Das Wort „Flüchtlingsarbeit“ fiel besonders häufig auf der Jahreshauptversammlung des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) im Kreisverband Jülich.

Sowohl Kreisvorsitzender Justus Peters, der sich nach der Satzungsänderung 2015 „Präsident“ nennen darf, als auch Vorsitzender Uwe Palmen verwiesen in ihren Rechenschaftsberichten auf die Gründung der „DRK Jülich Soziale Dienste gGmbH“ als 100-prozentige Tochtergesellschaft des Kreisverbandes, die mit der Übernahme der Betreuungsleistungen für das Flüchtlingscamp Merscher Höhe beauftragt worden war.

„Die ganze Arbeit dort ist ein Jahr lang sehr ruhig und sehr professionell gelaufen, die Flüchtlinge haben sich dort frei und ungezwungen bewegt“ – mit diesen Worten bedankte sich Palmen für die Rückendeckung aus den eigenen Reihen. „Der KV Jülich, da ist Power drin“, fasste Justus Peters zusammen.

Dicke Worte des Lobes

Die dicksten Worte des Lobes ernteten die „unermüdliche“ hauptamtliche Camp-Leiterin Sabine Günnel und ihr Stellvertreter Tobias Weber. Günnel bedankte sich ihrerseits beim gesamten Kreisverband, der zu jeder Zeit in allen Tätigkeitsfeldern aktiv war. Sie verlieh allen in diesem Zusammenhang aktiven Rotkreuzlerinnen von Landesverband ausgestellte Urkunden und Bandschnallen für ihre „Flüchtlingshilfe“.

Schatzmeister Dirk Beemelmanns brachte in seinen Ausführungen mit Jahresvergleich und Trendaussage die finanzielle Situation auf den Punkt: „Von der Eigenkapitalquote her ist der Kreisverband ein grundsolider Verein, die Wirtschaftlichkeit im laufenden Geschäft muss gesteigert werden.“ Kerngeschäft des DRK ist nach wie vor der Rettungsdienst. Im Rechnungsjahr wurde kreiseinheitliche Einsatzkleidung angeschafft.

Weitere Tätigkeitsfelder sind Sanitätsbetreuungen inklusive Brückenkopf-Park, Sanitäts- und Rettungsdienst auf dem Nürburgring, Hintergrunddienst und OrgL-Dienst (organisatorischer Leiter bei Großschadenslagen), diverse Ausbildungen und Jugendrotkreuz, Katastrophenschutz, Mitwirkung in Arbeitskreisen, Blutspende, Seniorenbetreuung, realistische Unfalldarstellung und Soziale Dienste wie der Hausnotrufdienst.

Insgesamt spendeten 3545 Menschen im Kreisgebiet Blut. Damit „ist die Statistik nicht schlechter geworben, bleibt aber ausbaufähig“, betonte Palmen den Spendermangel. „Wir sind jetzt mutiger im Präsidium unterwegs. Wir möchten gerne neue Tätigkeitsfelder erschließen“, hob Beemelmanns hervor. In der Diskussion sei etwa die Tagespflege für Demente. In den gesamt geleisteten 782 Stunden Sanitätsbetreuung mit 38 Hilfeleistungen ist 2015 „ein Rückgang zu verzeichnen“, in der Rettungsdienst-Statistik mit insgesamt 5768 Einsätzen ist „eine leichte Steigerung“ zu erkennen.

Als „Sorgenkind“ bezeichnete Palmen das Ausbildungsreferat 2015. Denn mangels Ausbilder kann die wachsende Nachfrage an Kursen nicht bedient werden. Hier erging sowohl der Appell an die Versammlung, für die Ausbildung zum Ausbilder als auch für Fördermitglieder zu werben. Viele „Monatsgespräche“ des Präsidiums mit dem Betriebsrat beschäftigten sich mit der Vergütungs- und Tarifsituation im Kreisverband Jülich, unter anderem im Zusammenhang mit dem neuen Mindestlohngesetz.

Erneut wurde die Raumproblematik in der Oststraße nach Wegfall der Katastrophenschutzunterkunft in Koslar thematisiert. Als Vorschlag für die sinnvollste Gebäudesanierung unterbreitete ­Beemelmanns den Abriss des Altbaus in der Oststraße, verbunden mit der Errichtung eines „einfachen, rechteckigen zweigeschossigen Baus“ im vorderen Bereich, „wo wir die Verwaltung unterbringen“. Noch ungeklärt ist, ob die Finanzierung tragbar wäre.

Neben den Helfern in der Flüchtlingsarbeit wurden auch zahlreiche langjährige Jülicher DRK-Mitglieder geehrt (siehe Info unten).

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