Drittklässler bestellen erstmals ihren Schulacker

Von: jago
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Primusschule startet Gemüse-Ackerdemie: Mit dem Projekt soll bei den Kindern die Wertschätzung für Lebensmittel gesteigert und der Entfremdung von der Natur entgegengewirkt werden. Foto: Jagodzinska

Titz. Im Verlauf der letzten Schulkonferenz der Primus-Schule Titz fand ein Vorschlag von Elisabeth Tambour auch im Lehrerkollegium und beim Förderverein breite Zustimmung: Angeregt hatte die Schulpflegschaftsvorsitzende die Teilnahme der Drittklässler am vom Verein „Ackerdemia“ initiierten Projekt „Gemüseacker“.

Ziel ist es, den Kindern über aktive Gartenarbeit zu vermitteln, wo die Lebensmittel wirklich herkommen, die sie sonst vom Einkauf im Supermarkt her kennen. Ein Mitarbeiter des Ackerdemia- Teams verdeutlichte bei der Erstbepflanzung den Hintergrund des Bildungsprogramms. „Wenn der Bezug zu Natur und Landwirtschaft bereits im Kindesalter lebendig vermittelt wird, wird damit auch die Wertschätzung für die Lebensmittel positiv geprägt.“

Begleitet von Acker-Mentoren, ihren Lehrerinnen und Besuchern aus der Verwaltung hatten sich die Kinder der beiden dritten Klassen auf den Weg zu ihrem vorbereiteten und eingezäunten Schulacker gemacht, um unter fachkundiger Anleitung Feldsalat, Kohlrabi, Radieschen, Möhren, Zwiebeln und nicht zuletzt Kartoffeln in Form von Saatgut oder Setzlingen in die Erde zu bringen.

Informationen, wie den Grund dafür, dass einige Samen mit Sand gemischt worden waren, damit sie nicht wegflögen und sich besser verteilen ließen, nahmen die voller Eifer in der Erde wühlenden Kinder wissbegierig wahr. Bürgermeister Jürgen Frantzen freute sich über den „Enthusiasmus der Kinder“ und deren uneingeschränkte Annahme der naturnahen Wissensvermittlung.

Im Rahmen des Projekts lernen die Schülerinnen und Schüler neben allem, was zur erfolgreichen Bewirtschaftung ihrer Ackerfläche notwendig ist, Verantwortung zu übernehmen und Abläufe zu koordinieren. Zum Abschluss des ersten Gemüse-Ackerdemie-Jahres wird im Herbst ein Kartoffelfest mit einer hoffentlich reichhaltigen Ernte gefeiert, versprach Bürgermeister Frantzen und sicherte die Unterstützung der Gemeindeverwaltung zu.

Ob dann auch die ganz spezielle „Pflanze“ des neunjährigen Henry im Erntekorb landen wird, ist allerdings eher unwahrscheinlich – aber wer weiß. Der fantasievolle Drittklässler verriet, dass er ganz besondere Samen aus Amerika habe einfliegen lassen, aus denen am Ende pinke Einhörner wachsen würden.

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