Jülich - Dritte Auflage der bunten Völkervielfalt wird vorbereitet

Dritte Auflage der bunten Völkervielfalt wird vorbereitet

Von: ptj
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Internationale Kommunikation vor dem Planungstreffen: Die Ukrainerin Elena Wyrwich (r.) spricht mit Aizhen Niu-Ebert (l.) und Jinfang Xu vom chinesischen Kulturverein. Foto: Jagodzinska

Jülich. „Wir wollen das große, breite Spektrum zeigen, das wir hier in Jülich haben. Die Muttkrate wollen wir auch ein Stück mit einbringen, das gehört dazu“. So brachte Beatrix Lentzen, Ansprechpartnerin für Integrationsfragen im städtischen Amt für Familie, Generation und Integration, beim zweiten Planungstreffen zum dritten Fest der Kulturen am 14. September die Hintergründe auf den Punkt. Was macht für mich mein Herkunftsland aus?

Die Umsetzung dieser Frage soll bei den vielen Kulturvereinen, aber auch Familien und Einzelpersonen im Vordergrund stehen, die sich mit Angebotsständen beteiligen werden. Angemeldet haben sich bisher der chinesische, marokkanische, portugiesische, russische, türkisch/islamische und tamilische Kulturverein, Friends of Scotland Aachen und das Titzer Gesangsensemble Pro Musica.

Dirigentin ist die Russin Elena Kelzenberg, die mit dem Chor teilweise russisches Repertoire einübt. Vertreten sind ebenfalls der Internationale Club Jülich, der Integrationsrat, Kultur ohne Grenzen und der Sozialdienst katholischer Frauen, der ein großes Kinderspielprogramm organisiert. Natürlich gab es „noch offene Fragen“ zum Bühnenprogramm oder zum Lyrikzelt: Erstmals soll ein größerer Pavillon in der Kölnstraße, Höhe Kirchplatz aufgestellt werden.

Bekannte Volksgedichte der jeweiligen Länder sollen interessierten Zuhörern in den jeweiligen Landessprachen vorgetragen werden. Kleine Übersetzungen und Informationen über den Dichter und dessen Bedeutung in seinem Heimatland dürfen nicht fehlen. Ferner wurde dazu angeregt, arabische oder chinesische Schriftzeichen oder die kyrillische Schrift zu zeigen. Weitere Ideen waren Lesezeichen zum Mitnehmen, etwa mit chinesischer Tusche auf Reispapier, oder Mitmachaktionen für Schreib-Lernwillige. In diesen Themenkreis integriert wird die altdeutsche Süterlin-Schrift oder die Frakturschrift. „Ich fänd‘s toll, wenn uns das gelingen würde“, betonte Lentzen ihre Vorliebe für „den Akzent Lyrik/Poesie“– auch im Namen von Dezernentin Katarina Esser.

Ferner hatten sich die Besucher der vergangenen Jahre über das riesige kulinarische Angebot begeistert geäußert, „ein bisschen vermisst“ wurden aber ausführlichere Informationen über das Herkunftsland der Anbieter. Lentzen ermutigte zum Anbringen der Landesflagge am Stand, zu Informationsmappen, die übers Internet, über die Botschaften oder Kulturvereine der Länder zu beziehen seien. Weitere Anregungen waren ausliegende Rezepte zum Nachkochen oder Fotomaterial über gemeinsame Feste in Jülich oder Aldenhoven. Stimmen soll natürlich auch das bunte Bühnenprogramm mit Musik, Gesang, Tanz, Modenschauen in Landestrachten und kulturellen Besonderheiten wie etwa das chinesische Schattenboxen Tai-Chi.

Kann jede Teilnehmergruppe dazu einen Beitrag leisten? Das Musik- und Tanzprogramm betreffend, wäre es „ganz hilfreich“, vorab Demo-CDs oder Videos einzureichen. Beim ersten Treffen hatte den Teilnehmern die Idee gefallen, die Gäste mit einem gemeinsamen Begrüßungslied in vielen Sprachen zu begrüßen. Weil zu zeitaufwändig, schlug Lentzen stattdessen vor, ein Kind pro Land solle die Gäste in seiner Landessprache willkommen heißen. Wichtig war außerdem: „Organisieren Sie Ihren Stand möglichst selbst“. Zu beschaffen seien: Sonnen- und Regenschutz, Servietten, Geschirr, Besteck, Gläser, Abfallbeutel, Kabeltrommeln, Verlängerungskabel und nicht zuletzt die Dekoration. Für die dekorative Ausstattung des Lyrikzeltes trifft sich demnächst eine separate Arbeitsgruppe.

Für die Erstellung des Standplans ist wieder die Organisatorin gefragt: Wer braucht wieviel Platz? Wer will grillen? Auf Holzkohle oder Elektrogrill? Bezüglich all dieser Fragen ist der 15. April Deadline für Rückmeldungen. Detailfragen werden beim nächsten Treffen im Mai geklärt, etwa bezüglich der Technik und Beleuchtung beim Bühnenauftritt. Was ist mit der Anmeldung bei der Gema?

Um solcherlei Fragen kümmert sich die Jülicher Musikerin Virginia Lisken, die auch das Fest der Kulturen moderiert. Ist ein Gesundheitszeugnis nötig? Zu diesem Thema wird gesondert eine Dame vom Gesundheitsamt informieren. „Da es kein gewerbliches Fest ist, sind die Auflagen nicht ganz so hoch“, so Lentzen.

Noch nicht verraten wird der Name der Reggae-Band, die das Bühnenprogramm beschließen soll und der teilnehmende deutsche Brauchtumsverein, der ein großes Jubiläum feiert.

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