Kreis Düren - Drei Buchstaben und große Verbundenheit

Drei Buchstaben und große Verbundenheit

Von: Sarah Maria Berners
Letzte Aktualisierung:
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Das erste JÜL-Kennzeichen ging Ende 2012 an Marianne Prinz aus Jülich-Kirchberg. Foto: Uerlings
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Bernd Gottschalk, Hubertus Zander, Landrat Wolfgang Spelthahn und Berthold Rüttgers (v.l.) freuen sich über die Wiedereinführung der „MON“- und „SLE“-Kennzeichen im Kreis Düren. Foto: Kreis Düren

Kreis Düren. Nicht nur die Menschen aus dem Jülicher Land legen Wert auf eigene Identität auf dem Kennzeichen: Irgendwie fühlt sich so mancher Vossenacker doch eher als Monschauer denn als Rurstädter. Und auch mancher Schmidter konnte sich nach der kommunalen Neugliederung im Jahr 1972 nicht so wirklich mit dem „DN“ auf seinem Nummernschild anfreunden.

Den Heimbachern ging es da ganz ähnlich, gehörten sie doch bis 1972 dem Kreis Schleiden an und fuhren mit „SLE“-Kennzeichen durchs Land. Als das „JÜL“-Kennzeichen im November 2012 eingeführt wurde und bald darauf „MON“ und „SLE“ folgten, waren einige Bürger gar nicht zufrieden. Schließlich konnten nur die Menschen aus der Städteregion ihre Autos mit einem „MON“ zieren, und das „SLE“ war den Euskirchenern vorbehalten. Berthold Rüttgers aus Vossenack, Bernd Gottschalk aus Raffelsbrand und Hubertus Zander aus Heimbach wollten das ändern, schlossen sich 2013 zu einer Initiative zusammen und sammelten viele Unterschriften für ihr Anliegen.

„Was lange währt, wird endlich gut“, kommentierte am Freitag Berthold Rüttgers einen wichtigen Tag: Seit Freitag können sich alle Menschen aus dem Kreis Düren auch für ein „SLE“- oder „MON“-Kennzeichen entscheiden. Der Indener mit Monschauer Wurzeln ebenso wie die Bürger der Altkreise.

Der Vossenacker Berthold Rüttgers weiß, dass viele Menschen seiner Generation sich immer noch mit den Altkreisen verbunden fühlen und es im Alltag auch sind. „Ich bin zum Beispiel in Monschau zur Schule gegangen, habe dort meinen Führerschein gemacht und bin dort in Vereinen aktiv“, nennt er ein Beispiel. „Wir wollten, dass wir diese Verbundenheit auch auf unseren Kennzeichen ausdrücken können“, erklärt Rüttgers, der weiß, dass sich schon viele Menschen auf die neuen Kennzeichen freuen, die mit der kommunalen Neugliederung nach und nach verschwanden.

Ansturm auf JÜL

„Der Ansturm auf die ‚JÜL‘-Kennzeichen hat gezeigt, dass die alten Ortskürzel vielen Fahrern sehr am Herzen liegen“, weiß Landrat Wolfgang Spelthahn, der die Eifeler Initiative unterstützt hat. Auf der Internetseite des Straßenverkehrsamtes können alle, die Interesse an einem „MON“- oder „SLE“-Kennzeichen haben, unter dem Punkt „Zulassungsbehörde“ ein Reservierungsformular ausfüllen. Bisher sind im Kreis 15 873 JÜL-Kennzeichen angemeldet, auf DN laufen mit Stand von Mittwoch 210 156 Kennzeichen.

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