Altenburg - „Dorfwerkstatt“: Probleme und Wünsche der Bürger angesprochen

„Dorfwerkstatt“: Probleme und Wünsche der Bürger angesprochen

Von: jago
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Erfreulich viele Bürger aus Altenburg nutzten die Möglichkeit, sich mit ihren Ideen und Verbesserungsvorschlägen während der „Dorfwerkstatt“ einzu bringen. Foto: Jagodzinska

Altenburg. Der Einladung zur Teilnahme an der „Dorfwerkstatt“, einer Initiative des Kreises Düren zur Unterstützung der Dorfentwicklung, waren in Altenburg über 60 Bürger aus allen Altersgruppen gefolgt. Ortsvorsteherin Irene Fröhlich zeigte sich erfreut über die unerwartet hohe Resonanz und ermunterte die Dorfbewohner zur regen Beteiligung.

Martina Klöhn, Moderatorin des Forums, zeigte zu Beginn der „Veranstaltung von Bürgern für Bürger“ Schwerpunkte auf, die sie mit ihrem Team bei einer Begehung des Dorfes entdeckt hatte. Als Gesamteindruck hatte man ein „Dorf mit wenig Infrastruktur und einer sehr guten Dorfgemeinschaft trotz fehlender Treffpunkte“ ausgemacht. In einer ersten Fragerunde ging es darum, die persönlich gemachten Beobachtungen und Wünsche aufzuzeigen.

Im Anschluss durfte jeder Teilnehmer drei Themen notieren, die den Schwerpunkten „Verkehr“, „Angebote für Jung und Alt“ sowie „Öffentlicher Raum“ zugeordnet wurden. Sodann teilte sich die Versammlung in drei Arbeitsgruppen, in denen die jeweiligen Themenbereiche und die individuellen Anregungen und Vorschläge diskutiert wurden. Zwischenzeitlich war auch Jülichs Bürgermeister Axel Fuchs hinzugekommen.

Mit der Einschätzung „Ohne Ihre Hilfe werden wir es nicht hinkriegen“ würdigte er den großen Wert des ehrenamtlichen Engagements und versprach: „Die Veranstaltung wird Ihnen mit Sicherheit viel bringen.“

Erarbeitete Schwerpunkte aus der Gruppe „Verkehr“ waren die Überprüfung des Radwegenetzes (Beschilderung an strategischen Punkten, Querung der B 56), die unhaltbare Situation auf der Waldstraße (Schwerlastverkehr zum Mechatronikzentrum, Durchgangsverkehr von 6 bis 22 Uhr), Lärmbelästigung B 56 (stetig zunehmende Geräuschkulisse) und der öffentliche Nahverkehr (Preise Rurtalbahn, fehlende Verbindung am Samstagabend).

In der Gruppe „Angebote für Jung und Alt“ herrschte Einigkeit, dass die an die Stadt zu entrichtenden Gebühr für die Nutzung des „Kapellchens“ beispielsweise für den Seniorennachmittag in Höhe von 42 Euro zuzüglich Heizkosten kontraproduktiv zum ehrenamtlichen Einsatz sei. Angeregt wurde das Anbringen eines Schaukastens zur Information über Veranstaltungen, Termine oder Aktivitäten. Eine Idee zur erweiterten Nutzung der Fläche am Spielplatz war die Schaffung eines Multifunktionssportfelds (gemeinsamer Spielplatz für Kinder und Erwachsene). Als schnell realisierbar wurde eine Internetseite zum gegenseitigen Austausch vorgeschlagen.

Einen attraktiven Dorfplatz im Zentrum statt des aktuell vorhandenen „Kastanienbaums mit zwei schmutzigen Bänken und einem riesigen Stromkasten“ möchte die Gruppe „Öffentlicher Raum“ erreichen. Weitere Schwerpunkte dieser Gruppe betrafen das Naherholungsangebot, das zum Beispiel mit einem barrierefreien Rundweg um den Ort zu ergänzen wäre und die Uferbestigung des Mühlenteichs. Hinzu kommt das für Altenburg spezifische Problem der Reitwege (Pferde an der Leine führen ist erlaubt – Reiten aber nicht).

Wie geht es weiter? Das Ziel einer Dorfwerkstatt ist, aus der Bürgerschaft heraus entwickelte Ideen und Vorschläge mit Leben zu füllen und daraus bestenfalls konkrete Projekte entstehen zu lassen. Das die Dorfwerkstatt betreuende Team der „weyer Gruppe“ mit Martina Klöhn wird eine Dokumentation erstellen und Empfehlungen zum weiteren Vorgehen erarbeiten.

Ortsvorsteherin Irene Fröhlich ist überzeugt, dass die vielen entwickelten Ideen nicht im Sande verlaufen werden. „Direkt nach der Veranstaltung zeichnete sich ab, dass bereits konkrete Projektgruppen in der Entstehungsphase sind“, begründete sie ihren Optimismus. „Es kann sich jeder Altenburger beteiligen, es wird offen für alle sein“, ermuntert sie auch die Dorfbewohner, die nicht an der Dorfwerkstatt teilgenommen haben, sich noch mit ihren Ideen einzubringen.

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