Jülich - „Doors wide open“: Türen zu Kunstobjekten gemacht

„Doors wide open“: Türen zu Kunstobjekten gemacht

Von: Daniela Mengel-Driefert
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Das Projekt „Doors wide open“ an der GHS Ruraue: Die Schülerinnen stehen mit Künstler Dieter Laue und Lehrer Eric Frenken vor ihren Werken, die vollständig in einer Ausstellung im Barockgarten der Zitadelle zu sehen sein werden. Foto: Daniela Mengel-Driefert
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Die außerschuliche Veranstaltung macht den Schülern Freude: Hier Schüler der GHS Ruraue. Am Projekt „Doors wide open“ sind zudem Jugendliche der Schirmerschule und des Gymnasiums Zitadelle beteiligt. Foto: Daniela Mengel-Driefert

Jülich. Die Tür zu Kunst und Kultur für alle Kinder und Jugendliche so früh wie möglich zu öffnen, ist das Ziel des Landesprogramms „Kulturrucksack Nordrhein-Westfalen“. In Zusammenarbeit mit Kommunen und Kultureinrichtungen fördert das Land entsprechende Projekte für Heranwachsende im Alter von zehn bis 14 Jahren.

Jülich öffnet seine Türen und setzt die Idee gleich an drei Schulen und Schulformen um.

„Doors wide open“ lautet das Kunstprojekt unter der Leitung von Christoph Klemens vom Kulturbüro. Dieter Laue, freischaffender Künstler, zuständig für die künstlerische Umsetzung, stellte interessierten Schülern der Schirmerschule, der GHS Ruraue und des Gymnasiums Zitadelle das Projekt vor. Rasch legten die Jugendlichen mit Begeisterung los. Eine Tür kann als Begrenzung dienen, kann Eingang, Ausgang oder Durchgang sein.

Offene Türen symbolisieren Gastfreundschaft, geschlossene Türen werden als Ausdruck von Rückzug und Abgrenzung verstanden. Eine Tür kann immer von zwei Seiten betrachtet werden, es gibt ein drinnen und draußen. „Das sind Gegensatzpaare“, erklärte Laue und ergänzte, „Gegensatzpaare gebe es viele“. Mehr Anregungen musste er den Schülern nicht bieten, schon purzelten die Ideen, sieben Themen für sieben Türen waren schnell parat. Himmel und Hölle, Natur und Industrie, Tag und Nacht, lauteten die Ideen der Schüler an der Gemeinschaftshauptschule Ruraue Jülich.

Leuchtende Acrylfarben

Jede Tür habe eine Größe von zwei mal zwei Quadratmetern. Das müsse erst einmal ausgefüllt werden, sagte Laue, und machte damit auf die besondere Herausforderung der Gestaltung aufmerksam. Die Türen wurden von den Schülern weiß vorgrundiert, Skizzen angefertigt, auf Folien kopiert und per Overheadprojektor auf die Arbeitsfläche projiziert. Gemalt wurde mit leuchtenden Acrylfarben.

Die Hauptschüler arbeiteten konzentriert, ein Mädchen malte filigran die Feinheiten einer Mangafigur, andere besprachen sich im Team. Schulleiterin Karin Stobbe sagte, dass alle zehn Schüler sehr motiviert seien. Sie habe sich über die Möglichkeit, an dem Projekt teilzunehmen gefreut und erklärte:„ Mit Dieter Laue erhalten die Schüler einen anderen Zugang zur Kunst.“ Vielleicht würden dadurch neue Horizonte eröffnet.

Auch Lehrer Eric Frenken, der den Workshop begleitete, war von der Arbeitsatmosphäre angetan und betonte, dass die Schüler eigentlich frei hätten und freiwillig länger in der Schule blieben, entsprechend angenehm sei die Arbeitsweise. Das Kunstprojekt „Doors wide open“ schließt mit einer Präsentation im öffentlichen Raum ab. Geplant ist eine Ausstellung im Barockgarten der Zitadelle. „Die Türen werden in Türrahmen gebracht und schwingen dann wie Fahnen im Wind“, erklärte Laue.

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