Inden - Diskussion über Sozialarbeiterstelle in Inden

Diskussion über Sozialarbeiterstelle in Inden

Von: jan
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Inden. Der Sozialausschuss der Gemeinde Inden hat die Verwaltung jetzt beauftragt, einen Vertrag für eine Sozialarbeiterstelle mit der Kirchengemeinde Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) Inden/Langerwehe auszuarbeiten.

Zum 30. September war eine vom Bistum Aachen bezuschusste Sozialarbeiterstelle bei der GdG ausgelaufen und nicht verlängert worden. Daraufhin hat der Asylkreis Inden einen Antrag gestellt, dass die Gemeinde für einen Teil der Finanzierung einer neuen Stelle aufkommen soll. Demnach soll Inden 14.000 Euro übernehmen. Arbeitgeber soll aber die GdG sein.

Im Ausschuss erklärte Gisela Wacker vom Indener Sozialamt, dass es in Langerwehe keine Anstrengungen gebe, eine Teilfinanzierung der neuen Stelle zu übernehmen.

Das löste im Indener Ausschuss eine rege Diskussion aus. SPD-Fraktionsvorsitzender Rudi Görke warf ein, dass man sich eine solche Stelle leisten können müsse, was angesichts der schwierigen Indener Haushaltslage fraglich sei. Wacker entgegnete, dass es viele gute Gründe gebe, die Stelle möglich zu machen. Michael Linzenich, der Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters, stimmte Wacker zu. „Die soziale Betreuung wird vor dem Hintergrund der Residenzpflicht immer wichtiger.“ Schließlich sei damit zu rechnen, dass Inden wegen der Residenzauflage weitere Flüchtlinge aufnehmen muss.

Siegfried Goncz (Grüne) stimmte zu und erinnerte die Ausschuss-Mitglieder daran, wer den Antrag gestellt hat. „Der Asylkreis leistet bei uns eine Bomben-Arbeit. Wenn wir diese ehrenamtliche Arbeit nicht hätten, dann würde es für uns viel teurer werden.“ Deswegen sei es wichtig, den Asylkreis angesichts der mehr werdenden Arbeit zu unterstützen.

Einige Ausschussmitglieder störten sich daran, dass Inden der alleinige Zuschussgeber sei, falls die Entscheidung für die Stelle falle. „Sollte die Stelle geschaffen werden, dann muss festgeschrieben werden, dass der Sozialarbeiter in Sachen Flüchtlingsbetreuung nur in Inden arbeitet. Wir bezahlen nicht die Arbeit in Langerwehe mit“, sagte Dietmar Dohmen (SPD). Sein Parteigenosse Josef-Johann Schmitz formulierte, dass die Verwaltung mit der GdG einen Vertragsentwurf aufsetzen solle, in dem geregelt wird, dass Inden das Einsatzgebiet sei. Wenn das geschehen sei, solle das Thema noch einmal besprochen werden.

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