Dietmar Nietan ist zum fünften Mal SPD-Bundestagskandidat

Von: Stephan Johnen
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Glückwünsche für den Kandid
Glückwünsche für den Kandidaten: Liesel Koschorreck gratulierte Dietmar Nietan zu dessen Nominierung für die Bundestagswahl. Foto: Johnen

Kreis Düren. Der Kandidat bleibt seinem Motto treu: „Für die Menschen im Kreis Düren” will Dietmar Nietan Politik gestalten und bei der kommenden Bundestagswahl antreten. Bei der Wahlkreiskonferenz des SPD-Unterbezirksverbands in der Dürener Fabrik für Kultur- und Stadtteil wurde Nietan am Donnerstagabend zum fünften Mal nominiert.

Bei 69 Ja-Stimmen gab es zwei Gegenstimmen und eine Enthaltung. „Ich möchte die Arbeit gerne fortsetzen”, hatte Nietan zuvor um das Vertrauen der Delegierten geworben. Mit Erfolg.

In einer Zeit, „in der sich die Welt immer schneller zu drehen scheint”, habe es Politik auf den ersten Blick immer schwieriger, die Handlungshoheit zu gewinnen, sagte Nietan. Es entstehe schnell der Eindruck, Politik sei machtlos, die Entscheidungen würden in den Vorstandsetagen der Banken getroffen. Umso wichtiger sei es, dem eine sozialdemokratische Politik entgegenzusetzen. Das negative Bild von Politik dürfe sich nicht verfestigen, zumal die Politik die „einzig demokratisch legitimierte Möglichkeit” sei, Entscheidungen zu treffen.

„Ich bin nicht Politiker, weil ich einen sicheren Job haben möchte, sondern weil ich gestalten möchte”, sagte Nietan. Er appellierte an die SPD-Mitglieder, wieder an die eigene Partei zu glauben. „Wir haben Fehler gemacht. Aber wir haben auch gelernt, wir haben Ungerechtigkeiten korrigiert”, sprach Nietan die „im Kern sinnvollen und notwendigen” Reformprozesse der vergangenen Dekade an. „Ich kann das Wort Agenda 2010 nicht mehr hören. Es wird Zeit, wieder nach vorne zu gucken. Deutschland braucht eine bessere Regierung”, gab er die Devise für den Wahlkampf vor.

Nietan verband seine Vorstellungsrede mit einem klaren Bekenntnis zu Europa und einem klaren Bekenntnis zu seiner Rolle als Außenpolitiker. Er sprach unter anderem sehr emotional über seinen Einsatz in der deutsch-polnischen Versöhnungsarbeit. „Es braucht auch Menschen, die sich darum kümmern, dass die Welt zusammenwächst”, wies er auf den in der Sozialdemokratie geltenden Grundsatz der internationalen Solidarität hin.

„Ich weiß, dass das für Euch vor Ort nicht immer leicht ist”, ging er darauf ein, dass er viel für den Bundestag in der Welt unterwegs sei - und im Wahlkreis und medial nicht so präsent sei wie Kollegen. „Ich kann keine Fototermine machen, weil ich die Bewilligungsbescheide des Bundesministeriums für Forschung und Bildung überreiche”, sagte Nietan mit Blick auf seinen CDU-Kollegen Thomas Rachel. „Aber auch ich spreche mit vielen Menschen - nur mache ich daraus keine Pressetermine.”

Aufgabe eines Politikers sei es, etwas für die Menschen zu bewegen. „Und nicht sich selbst zu inszenieren.” So sei er beispielsweise stets auch der Forschungspolitik verbunden gewesen, er besitze einen Dienstausweis des Forschungszentrums Jülich. Auch habe er am sechsspurigen Ausbau der A4 und der Ortsumgehung von Gey im Hintergrund mitgewirkt. „Das dickste Brett ist noch die B56n”, sagte Nietan. Auf seine Initiative hin hätten sich erstmals alle Abgeordneten des Kreises Düren an einen Tisch gesetzt, um sich gemeinsam für den Bau der Ostumgehung einzusetzen.

An die eigene Partei richtete Dietmar Nietan einen Dank für das in der Vergangenheit gespendete Vertrauen. Die SPD-Mitglieder hätten ihn stets unterstützt.
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