Linnich - Diebstahlversuch oder sexuelle Belästigung in Linnich?

Diebstahlversuch oder sexuelle Belästigung in Linnich?

Von: jan
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Eine von Flüchtlingen begangene Straftat sorgt in Linnich für Aufregung. Foto: Guido Jansen

Linnich. Aufregung in Linnich um eine versuchte Straftat, die von zwei Flüchtlingen begangen wurde: Die zwei Bewohner der Flüchtlingsunterkunft an der Rurdorfer Straße haben am Samstagabend versucht, drei minderjährige Mädchen aus Linnich zu beklauen. Tatort war eine Bushaltestelle an der Erkelenzer Straße.

Auf Nachfrage erklärte die Polizei, dass die 18-jährigen Algerier es auf eine Sonnenbrille abgesehen hatten. Die Polizei konnte die Männer ausfindig machen und hat eine Strafanzeige geschrieben.

Die Aufregung ist entstanden, weil auf der Facebook-Seite „Bürger stehen auf Linnich“ behauptet wird, dass die Männer die Mädchen (14 bis 16 Jahre) auch sexuell belästigt haben sollen. Viele Menschen haben darauf reagiert, viele fordern drastische Strafen oder rufen zur Selbstjustiz auf. Die Polizei bestätigt die Vorwürfe der sexuellen Belästigung nicht. Nach Auskunft der Polizei seien die Mädchen befragt worden, ob sie von den Männern unsittlich berührt worden sind. Das hätten sie verneint.

Hinter „Bürger stehen auf“ stehen die Organisatoren des Rechtsradikalen-Aufmarschs im vergangenen Herbst in Linnich. Mutmaßlich war eine Person aus dieser Gruppe auch Zeuge des Vorfalls am Samstagabend. Auf der Facebook-Seite ist von einem „alten Bekannten und guten Freund von uns“ die Rede. Weitere Inhalte des Beitrags der „Bürger stehen auf“ legen den Rückschluss nahe, dass es sich dabei um einen der Organisatoren des Aufmarschs gehandelt haben könnte.

Der Schilderung zufolge sollen die Mädchen geflohen sein und dem „alten Bekannten“ in die Arme gelaufen sein. Er habe sich den Tätern dann in den Weg gestellt und Fotos von ihnen gemacht, die er anonymisiert ins Internet gestellt hat. Die Polizei hat das auf Nachfrage weder dementiert noch bestätigt.

Zudem behaupten die „Bürger stehen auf“, dass schon vorher in Linnich Mädchen von Flüchtlingen „belästigt und angepackt“ worden sein sollen. Mit ähnlichen Aussagen hatten sie auch im vergangenen Jahr auf einer öffentlichen Versammlung der Bezirksregierung Köln für Aufregung gesorgt. Auf Nachfrage erklärte die Polizei, dass es bisher keine Anzeigen wegen sexueller Belästigung gibt, die von Flüchtlingen aus der Einrichtung Rurdorfer Straße begangenen worden sein sollen.

Die Polizei bestätigte auf Nachfrage, dass aus dem Personenkreis, der auch hinter „Bürger stehen auf“ stehen, erneut eine Demonstration angemeldet worden sei, und zwar für den 15. Mai. Mittlerweile sei diese Anmeldung aber aus persönlichen Gründen zurückgezogen worden. Die „Bürger stehen auf“ kündigen stattdessen auf Facebook eine Demonstration an einem neuen Termin an. Dazu liege laut Polizei noch keine Anmeldung vor.

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