Titz - Die „Zukunftswerkstatt Jugend“ findet beachtliche Resonanz

Die „Zukunftswerkstatt Jugend“ findet beachtliche Resonanz

Von: ptj
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Erfreulich große Resonanz: 17 Jugendlich und junge Erwachsene fanden sich im Titzer Bürgersaal ein, um kreativ an der Zukunft der Landgemeinde mitzuwirken. Foto: Jagodzinska

Titz. Das Thema „Mobilität“ mit seinen Unterpunkten „Bus, Bahn und Fahrrad“ stand ganz oben auf der Prioritätenliste von 17 Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die beim zweistündigen Workshop „Zukunftswerkstatt Jugend“ im Titzer Bürgersaal mitarbeiteten.

Fünf von ihnen sind aktuell Jugendparlamentarier, zwei sind ehemalige. Es bleiben also zehn junge Menschen, die relativ spontan Zeit fanden, um sich für Zukunftsprojekte in ihrem Wohnort zu engagieren. Wie brandaktuell das Thema Mobilität ist, bewies der Umstand, dass sich einer der jungen Teilnehmer bereits eine Dreiviertelstunde vor Ende des Workshops verabschieden musste, um die allerletzte Busverbindung von Titz nach Müntz zu erreichen.

Auf Platz zwei der Dringlichkeitsliste standen weitere Sportstätten und ein Freibad, dicht gefolgt von der Grillhütte als Oberbegriff für einen Treffpunkt. Als Workshopleiter fungierten Robert Janßen und Laura Morof von der „Akademie Junges Land“, einer mobilen Bildungseinrichtung der Katholischen Landjugendbewegung Deutschlands (KLJB). Eingeladen hatte Dr. Benno Esser für die Entwicklungsgesellschaft Indeland. Die Gesellschaft wurde von Aldenhoven, Eschweiler, Inden, Jülich Langerwehe, Linnich, Merzenich, Niederzier und Titz mit der Aufgabe betraut, die geplante Bewerbung als „Leader“-Region in die Wege zu leiten und zu koordinieren.

„Leader“ setzt sich aus der französischen Worten „Liaison entre actions de développement de l‘économie rurale“ (Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung des ländlichen Raums) zusammen. Das Leader-Modell ist somit ein methodischer Ansatz der Regionalentwicklung, der es lokalen Akteuren ermöglicht, regionale Prozesse mit zu gestalten. Eine Jury entscheidet im Frühjahr, welche 20 Regionen in den Genuss des Förderzuschlages der EU von rund 70 Millionen Euro in seiner neuen Förderphase bis 2020 kommen.

Laut dem NRW-Programm „Ländlicher Raum 2014 bis 2020“, das Prioritäten beschreibt, an denen sich die Förderung orientiert, ist die Sozialprävention für Kinder, Jugendliche und Familien Pflichthandlungsfeld. Weil in der Landgemeinde schon ein Jugendparlament existiert, was Esser erfreut hervorhob, ist die Gemeinde Titz hier Vorreiterin.

„Was will eigentlich die EU von uns?“ war ein „Erklärfilmchen“ für die Jugendlichen überschrieben mit dem Fazit: „Die Menschen vor Ort wissen am besten, was ihrer Region gut tut“. Nach einer Vorstellungsrunde der Jugendlichen mit Alter, Namen und Hobbies fielen bereits häufig die Stichworte „Sport“ und „Freunde treffen“.

In Gruppen eingeteilt, äußerten die Jugendlichen Wünsche und sammelten Ideen, die malerisch und schriftlich zum Ausdruck brachten, während im Hintergrund Musik lief. Dabei liegt sowohl der Indeland-Gesellschaft, der Akademie wie auch dem Titzer Jugendbetreuer Rolf Sylvester am Herzen, „das Gefühl zu vermitteln, dass sie selbst etwas bewegen können“. Bürgermeister Jürgen Frantzen war ganz absichtlich nur kurz Gast des Workshops. Die Jugendlichen sollten ungehemmt gestalten können. Die Ergebnisse lagen zum Teil im Trend.

So wurden ein Park, Basketballfeld, Skater-, Moto-Cross- oder Kartbahn und „Zockerplätze“ gewünscht. Ferner standen eine McDonalds-Filiale, ein Kino, eine angesagte Bar, Club oder Kneipe, mehr Shopping-Möglichkeiten und schnelleres Internet auf der Liste. „Es wäre auch mal schön zu sagen: In Titz geht was ab, kommt auch mal hier hin“, wünscht sich der 20-jährige Markus Friede. Kleine Überraschungen waren etwa der Wunsch nach Wiederherstellung des Titzer Wahrzeichens Düppelsmühle, der Austausch mit Erwachsenen der Dorfgemeinschaft oder öffentliche Toiletten am Einkaufszentrum.

Ein Jugendraum wurde später wieder vernachlässigt, weil „wir das auch über das Jugendparlament machen können“. Die Abschlussveranstaltung beginnt am 4. Februar um 19 Uhr im Overbach er Science College.

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