Die Zuckergehalte sind verwässert worden

Von: ahw
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Auch wenn die Zuckergehalte verwässert sind: Heinz Leipertz erwartet eine gute Rübenernte. Foto: Wolters

Jülich. Als Heinz Leipertz, Leiter der Landwirtschaftlichen Abteilung der rheinischen Zuckerfabriken von Pfeier & Langen, vor vier Wochen die Zahlen der damaligen Proberodung bewertete, hob er vor allem hervor, wie gut die Zuckerrüben die lange Trockenperiode überstanden hatten.

Feuchtigkeit hat sich seither im Übermaß nicht allein übers Jülicher Land ergossen, und die jüngste Proberodung zeigt das Ergebnis: Rüben- und Zuckerertrag pro Hektar haben kräftig zugelegt und reichen fast bis an die Werte des Rekordjahres 2014 heran, während der Zuckergehalt der Pflanzen stagnierte. „Die Zuckergehalte sind verwässert“, konstatiert Leipertz, der künftig nur noch kleinere Ertragszuwächse erwartet.

„Das geht so nicht weiter. Die Rüben haben schon viel Ertrag vorweggenommen“, lautet seine Prognose für die gut 20 000 Hektar große Rübenanbaufläche, wo Knollen gedeihen, die in der Jülicher Zuckerfabrik verarbeitet werden. Der Wermutstropfen sei, dass der Zuckergehalt bei den Ertragszuwächsen nicht mitgekommen sei.

Doch Leipertz will nicht klagen, auch wenn sich jetzt abzeichnet, dass die Zuckerfabrik in der Kampagne wohl vor allem eine große Masse zu bewältigen hat. „Das freut uns nicht.“ Immerhin zeichne sich bei den Zuckerrüben eine gute Ernte ab.

„Die brauchen die Landwirte auch“, verweist der Pflanzenbau-Experte auf Einbußen bei anderen Kulturen, die in der Summe nahelegten, dass 2017 wohl kein gutes Jahr für die Landwirtschaft sei.

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