Die Wunschzettel der Jülicher Jugend

Von: Kr.
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BU: Jede Menge strahlende Sieger gab es bei der Preisverleihung „Mein Jülich 2030”. Foto: Krl

Jülich. Am Abend zuvor hatten sich an gleicher Stelle beim Jülicher Stadtgespräch die Erwachsenen die Köpfe über die Zukunft der Stadt heiß geredet, nun waren die Kinder in der Blumenhalle des Brückenkopf-Parks an der Reihe und stellten ihre Zukunftsvisionen vor.

Die Wunschzettel fielen sehr konkret aus: Ein großes Kino - möglichst als „Tower” -, eine ordentliche Disco, eine Eissporthalle wäre auch nicht schlecht.

Und ganz aktuell: Rathäuser für jeden Geschmack. Eine übergeordnete Idee fand sich zudem in fast allen Beiträgen des Wettbewerbs „Mein Jülich 2030”, an dem sich über 300 Kinder und Jugendliche einzeln, im Klassenverband oder in Gruppen in kreativer Form beteiligt hatten: Die saubere Umwelt mit regenerativen Energien ist für den Nachwuchs kein Wunsch, sondern eine Selbstverständlichkeit.

130 Arbeiten wurden eingereicht und bescherten der Jury wahrlich viel Arbeit. Die Kinder und Jugendlichen hatten gemalt, gedichtet, Geschichten geschrieben, Modelle gebaut und sogar Filme gedreht. Viel Fantasie hatten sie walten lassen. Meist regten die Beiträge zum Schmunzeln an, manchmal aber auch zum Nachdenken. Und nun saßen sie alle gespannt in der Blumenhalle und hofften, unter den Preisträgern zu sein.

Leider fehlten die 6. Klassen des Gymnasiums Haus Overbach. Sie waren auf Klassenfahrt.

„Jülich soll begeistern”

Herzlich hieß Wolfgang Hommel, Vorsitzender des Vereins Stadtmarketing die jungen Künstler, Eltern und Lehrer willkommen und dankte für die zahlreichen Einsendungen. Er griff dann auch den Slogan der GGS Koslar auf. „Jülich soll begeistern”. Dieses Leitmotiv sollte nach seiner Meinung nicht nur über dieser Schülerarbeit stehen, sondern über dem gesamten Wettbewerb.

Windräder im Schloßpark, bunte und begrünte Häuser, tolle Freizeiteinrichtungen, die erwähnten Discos und Kinos waren aus Pappe Styropor und vielem mehr gebastelt worden. Manche dachten sogar an eine U-Bahn für Jülich oder einen Flughafen. „Ihr habt eure Vorschläge gemacht. Was machbar ist oder nicht, müssen andere entscheiden”, sagte Hommel.

Ursprünglich war eine Bewertung nach Altersklassen geplant, doch die meisten Arbeiten waren von Fünft- und Sechstklässlern eingereicht worden. So wurde nach Gruppen- und Einzelarbeiten in den Kategorien Medien, Bilder, Modelle sortiert.

Ein Jülich-Rap und ein -Gedicht - beides live vorgetragen - sowie ein Film mit pantomimischer Darstellung lockerten die Feierstunde auf, in deren Verlauf die Preise verliehen wurden. Bürgermeister Heinrich Stommel dankte sowohl den Wettbewerbsteilnehmern als auch dem Verein Stadtmarketing. Der Dank des Vereins galt zudem Peter Schmitz und Sunita Gupta- Leßmann, die das Projekt unter ihre Fittiche genommen hatten.

Ganz besonders ist anzumerken, dass eine Schulklasse die Hälfte ihres Preisgeldes für Erdbebenopfer in Japan spendet.
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