Die „Wild Boys“ meißeln an ihrem Ewigkeitsdenkmal

Von: ptj
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Unbezähmbare „Wild Boys“: Die Wilden Jungs aus Mersch/Pattern sichern sich mit ihrer Persiflage auf den „Herrn der Ringe“ zum vierten Mal in Folge den Sieg. Foto: Jagodzinska

Güsten. „Schaffen sie es, das Niveau zu halten?“ Diese von Moderator Thomas Beys gestellte Frage bei der 13. Männerballettmeisterschaft in Güsten bezog sich natürlich auf die erfolgsverwöhnten Titelverteidiger „Wild Boys“ aus Mersch-Pattern. Und ja, sie schafften es. Zum vierten Mal in Folge kürte die Jury sie zu Siegern im ausverkauften und in doppelter Hinsicht kochenden Zelt auf dem Sportplatzgelände in Güsten.

Die Stimmung bei gefühlten 30 bis 40 Grad Celcius im Zelt war top, dafür sorgte vor allem Beys, der die feiernden Jecken immer wieder zum Anstimmen angesagter Karnevalslieder und dem traditionellen „Bellen“ in drei Stufen als Akklamation für die auftretenden Ballette animierte.

Obwohl sie vorab „richtig nervös waren“, schien es den „Wilden Jungs“ ein Leichtes, im vorletzten Auftritt des Abends bei allen Jury-Kriterien die Höchstpunktzahl zu erreichen. Nach einem fulminanten Aufmarsch über den Köpfen der Menge in glitzernden Kostümen mit Nostalgieeffekt, passendem stark rhythmischem Musikmix und vor allem einer glänzenden Tanzdarstellung tobte das Publikum vor Begeisterung. Mit jeweils bis zu 30 Punkten konnten Publikumsfaktor und Darstellung gewertet werden.

„Das Ding mit dem Ring“ heißt die Persiflage der 16 Männer auf den „Herrn der Ringe“. Ein Thema, das sie gewohnt kraftvoll, mit kreativen akrobatischen Einlagen, mit hoher Synchronität und Schnelligkeit umsetzten.

Wären die „Wild Boys“ nicht gewesen, hätten die Indener „Traumtänzer“ ganz oben auf dem Siegertreppchen gestanden. So sicherten sie sich mit der Darstellung ihres Mottos „High School Love Story“ hoch verdient den zweiten Platz. Mit viel Schwung und Akrobatik, vielen Kostümwechseln und einer super Story mit Happy-End brachten sie die Jecken in Wallung. Sahnehäubchen ihres Auftritts war das romantische Finale, in dem die Liebespaar-Darsteller auf einer vom Ballett formierten Treppe hinunterschritt.

Auf Platz drei landeten die „Funkenspritzer“ aus Freialdenhoven mit dem allerletzten Auftritt des Abends. Mit ihrer flotten und sportlichen Baseball-Nummer erinnerten sie stilistisch an die „Wild Boys“, denen sie in der Ausführung jedoch nicht das Wasser reichen können.

Einen richtig klasse Auftritt legten auch die Güstener „ISG 90“, die schon vorab mit Wunderkerzen gefeiert wurden, mit ihrem Motto „Ein toller Käfer startet durch“ auf die Bühnenbretter. Für einen Platz auf dem Siegertreppchen reichte es aber nicht. Einen hohen Publikumsfaktor erreichten auch die viertplatzierten Tetzer „Rurhöpper“ mit ihrem super umgesetzten Thema „Spanien olé“. „Was bist du für eine geile Sau, du kannst tanzen wie ein junger Gott“, lobte Beys im Anschluss besonders Fronttänzer Maik.

Erwähnenswert sind „Los Papas“ aus dem niederländischen Heerlen, die den Wettbewerb zu einem internationalen Event machten. Als Stimmungsmacher mit einem Hauch von Komik heizten sie dem Publikum ein, vernachlässigten aber wie kein anderes Ballett den sportlichen Faktor. Augenscheinlich wollen sie vor allem Spaß haben, was sich zweifelsohne auf das Publikum übertrug.

Zum ersten Mal dabei waren auch die „Rosa Fünkchen“ aus Ranzel/Niederkassel mit „Al Capone op Kölsch“. Nach der Siegerehrung startete nach Mitternacht eine rauschende After-Show-Party.

Hier die fünf Top-Platzierungen im Überblick. 1. „Wild Boys“, Mersch/Pattern; 2. „Traumtänzer“, Inden; 3. „Funkenspritzer“, Freialdenhoven; 4. „Rurhöpper“, Tetz; 5. „Seitenspringer“, Loevenich.

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