Die Welt mit dem Kopf erschlossen

Von: jan
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Schulministerin Sylvia Löhnma
Schulministerin Sylvia Löhnmann (hintere Reihe, 2.v.l.) mit der Mechatronik-Gruppe, die bei der Abschlussveranstaltung in Haus Overbach unter anderem ein Video präsentierte. Foto: Guido Jansen

Barmen. „Viele junge Menschen fahren während der Schulferien in den Urlaub in ein anderes Land”, begrüßte NRW-Schulminsterin Sylvia Löhrmann die Absolventen des der Ferienakademie im Science College im Barmener Haus Overbach. „Ihr aber habt euch mit dem Kopf die Welt erschlossen”, machte sie den 28 Schülern ein Kompliment.

28 Mädchen und Jungen hatten von Anfang August an zusätzlich die Schulbank gedrückt. Nicht, weil sie mussten, sondern weil sie konnten und wollten. Die Schüler aus den Klassen acht und neun gelten als hoch intelligent. In den zwei Unterrichtswochen im Haus Overbach durften sie ihren Talenten freien Lauf lassen. Junior Akademie NRW heißt das Projekt, das neben dem Haus Overbach noch an drei anderen Einrichtungen des Landes stattgefunden hat.

„Ihr habt Themen, für die sonst im Unterricht kein Platz ist, auf hohen Niveau erforscht”, lobte Löhrmann, bevor sie den Schülern aus ganz NRW ihre Zeugnisse überreichte. Die Ministerin erklärte zudem, warum Angebot wie das im Scienece College so wichtig sind für die Gesellschaft. „Nur wenn wir unsere Talente fördern, bleiben wir als Land konkurrenzfähig.”

Anschließend erhielten die Eltern und Bekannten, die zur Abschlussveranstaltung ins Haus Overbach nach Barmen gekommen waren, einen Einblick in die Arbeit, die Schüler und Lehrer absolviert hatten. Die 28 Mädchen und Jungen hatten sich in zwei Gruppen aufgeteilt: Ein Kurs hatte das Thema Mechatronik bearbeitet, der andere widmete sich der Kryptologie.

Zwischen den Gruppen hatte sich ein gesunder Konkurrenzkampf entwickelt, der sich auch in kleinen, humorvollen Seitenhieben äußerte. Die Mechatroniker hatten ein Video erstellt, in dem Haus Overbach als Produktionsstätte gezeigt wird. Die fleißigen Arbeiter sind Roboter namens Mechatrons. Plötzlich wird das Haus überfallen. Diebische Roboter namens Kryptons wollen das wertvolle Gold stehlen. Ihr Anführer heißt Duck-Face und ist eine kleine Gummi-Ente. Ein erbitterter Kampf entbrennt. Schließlich rettet der große Nav-Bot die Mechatrons, indem er die Kryptons in die Flucht schlägt. Die Geschichte war nett anzuschauen, das Lernziel war, die Möglichkeiten weitgehend selbstständig arbeitender Roboter zu zeigen.

Die Kryptologie-Gruppe hatte sich damit beschäftigt, wie Nachrichten am sichersten verschlüsselt werden können. Die Schüler selbst spielten Sender, Empfänger und Boten der Nachrichten. Und den bösen Feind, der die Nachricht abfangen und entschlüsseln will - bezeichnenderweise hieß er in diesem Fall Mecha.

Von der simplen und leicht zu durchschauenden Methode, die Nachricht zu verstecken bis zum komplizierten und für Dritte nicht entschlüsselbaren RSA-Code zeigte die Gruppe diverse Möglichkeiten. So sind die Nachrichten-Diebe heute nur noch gegen RSA machtlos.
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