Die Wegekarte der Jakobspilger

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Der Jakobusweg im Blickpunkt unserer Region. So verdeutlicht es der Jülicher Geschichtsvereins-Vorsitzende Guido von Büren mit dem Zeichen der Jakobsmuschel und dem Planvorschlag des Landschaftsverbandes Rheinland. Foto: Zantis

Jülich. Spätestens nach Hape Kerkelings Bestseller-Erfolg „Ich bin dann mal weg” ist der Pilgerweg zum Grab des Apostels Jakobus im spanischen Santiago de Compostela wieder in aller Munde. Die Faszination, mit der sich seit dem Mittelalter Jakobuspilger auf den Weg gemacht haben, ist auch heute noch ungebrochen.

Auf die Frage, wo der Jakobusweg beginnt, erhält man in Spanien die Antwort: „Der Weg beginnt in Deinem Haus!” Deshalb ist es nicht verwunderlich, wenn mit der Zeit ein Pilgerwegenetz den gesamten europäischen Kontinent überzog.

Auch die Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe haben in den letzten zehn Jahren in Wahrnehmung ihrer regionalen und kulturellen Aufgaben einzelne mittelalterliche Wegabschnitte erforscht.

Sachkundig wurde dieses Bemühen von der Deutschen Jakobus-Gesellschaft unterstützt. Mit Partnern vor Ort werden die Routen für heutige Pilger und kulturhistorisch Interessierte aufbereitet und mit dem europäischen Wegzeichen ausgeschildert.

Statussymbol ist die Jakobsmuschel im strahlenförmigen Rund mit der Bezeichnung „Pilgerweg”.

Interessant für die Jülicher Region, so schilderte es Guido von Büren, Vorsitzender des Geschichtsvereins Jülich, ist der frühzeitliche Jakobusweg von Neuss kommend durch markante Punkte erkennbar.

In Titz und Mündt mit der Mundes-Kapelle und den Meerhöfen. Mersch ist charakteristisch mit einer Jakobusfigur im Rentabel der St.-Agatha-Kirche.

Profilierte Merkmale in Jülich sind das ehemalige Gast-Kloster der Elisabethinnen (Grünstraße/Raderstraße) oder das wertvolle Fundstück einer Jakobusstatue (16. Jahrhundert) im Bereich des Kölntores.

Bedeutsam ist auch die Linzenicher Kapelle in Kirchberg-Bourheim, der Marienwallfahrtsort Aldenhoven mit der Gnadenkapelle und dem ehemaligen Kapuzinerkloster sowie die Ordenskirche in Siersdorf mit dem Komplex der Kommende.

Zu Anrainern in der Weiterführung des Pilgerweges gehören auch der Alsdorfer Stadtteil Warden und St. Jöris im Stadtgebiet Eschweiler. Den großen Endpunkt in der rheinischen Etappe bildet die Stadt Aachen mit Dom und Rathaus.
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