Die verkehrsgünstige Lage allein reicht nicht aus

Von: Silvia und Günter Jagodzinska
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In welche Richtung geht es für Titz? Die Gemeinde hat viel zu bieten. Doch etwa der öffentliche Nahverkehr ist kaum mehr vorhanden. Foto: Jagodzinska

Titz. „Die verkehrsgünstige Lage und der hohe Wohnwert sind deutliche Akzente für die zukünftige Entwicklung der Gemeinde Titz”. Eine Feststellung, die aus der Informationsbroschüre der Gemeinde Titz für Neubürger aus dem Jahr 1995 stammt. Sind aus den Akzenten reale Umfeldverbesserungen geworden? Hat sich tatsächlich etwas bewegt?

Wie sieht der „Normalbürger” der Landgemeinde die Chancen für die Zukunft? Wir haben uns umgehört.

Stefan Lubberich ist stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins Hallenbad Titz (FHT) und wohnt mit seiner Familie in Opherten. Im Zusammenhang mit der „perfekten Lage” gibt er folgenden Denkanstoß: „In der Schlafstadt haben sich gerade viele Pendler angesiedelt. Dank diesen ist unser Ort kein verschlafenes Nest, sondern eine Gemeinde mit hoch motivierten Familien. Titz muss aber noch viel wohnenswerter werden. Dazu gehören Sportplätze und Schwimmbäder, die bereits in Eigenregie betrieben werden. Dazu gehören aber auch weiterführende Schulen wie eine Gesamtschule. Und eine lebens- und liebenswerte Umgebung, für die wir gemeinsam noch eine Menge tun müssen.”

Titz fehle es an Naherholungsgebieten, an einer guten Anbindung an den Öffentlichen Personennahverkehr und an einer breiteren Infrastruktur. Titzer Bürger seien bereits an vielen Stellen aktiv dabei, eine lebenswerte Umgebung zu schaffen, das kann und muss die Gemeinde weiter unterstützen, appelliert Lubberich: „Nur wenn Titz mit allen Ortsteilen familiengerechter wird, siedeln sich auch die notwendigen Geschäfte, Kneipen und Betriebe an, die von und mit den Bürgern leben.” Die Gemeinde könne nur den Anschub liefern.

Stefan Grun wohnt mit Ehefrau und drei kleinen Kindern in Müntz. Er registriert die Mobilität mittels öffentlichen Nahverkehrsmitteln als nahezu „nicht mehr vorhanden. Dies ist für ältere Mitbewohner äußerst schwierig, zumal die Vor-Ort-Versorgung durch den Wegfall kleinerer Läden nicht mehr gegeben ist. Man fühlt sich fast wie im Nirwana”, fasst er zusammen.

Für die Zukunft sei besonders die Umsetzung der angekündigten Breitbandversorgung unerlässlich. Ganz besonders am Herzen liegt Grun als Elternsprecher der OGS Titz die Überwindung von Dissonanzen zwischen den verschiedenen Schulformen: „Die gemeinsame Nutzung der Räumlichkeiten muss zum Wohl unserer Kinder auf eine vernünftige Basis gestellt werden. Nicht gegeneinander, sondern zusammen planen muss das Gebot der Stunde sein”.
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