Jülich - Die Union sieht den Schwimmstandort Jülich gefährdet

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Die Union sieht den Schwimmstandort Jülich gefährdet

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Jülich. Aktuelle politische Fragestellungen in Jülich waren Thema einer Klausurtagung des CDU-Stadtverbandes Jülich. Der CDU-Vorstand forderte dabei eine schnelle Entscheidung in Sachen Schwimmzentrum.

Es müsse nun verbindlich entschieden werden, ob die Ausschreibung aufzuheben ist oder nicht. Das „Herumgeeiere” der Kreisgesellschaft GIS gefährde den Schwimmstandort Jülich. Klar ist für die CDU, dass der Neubau eines Schwimmbades notwendig ist. Scheitert ein Neubau, müsse auch über eine Ertüchtigung des alten Standortes nachgedacht werden. Gerade deshalb seien nun zügige Entscheidungen notwendig.

Einstimmig bestätigte die CDU auch ihre Auffassung zum so genannten Trommelwäldchen im Jülicher Nordviertel. Stadtverbandvorsitzender Elmar Fuchs und Al-fred Hermes, der Vorsitzende des Ortsverbandes Jülich-Nord, machten deutlich, dass der Erhalt des Grünzuges im Verlauf der Festungsanlagen öffentliches Eigentum ist, das in jedem Fall zu erhalten sei. Massiv gerügt wurde das Verhalten der Verwaltung, die bei einem derartigen sensiblen Thema zu spät die politischen Gremien informiert habe.

Die CDU Jülich fordert einen „Grünwegeplan”, der sich insbesondere mit den Grünzügen der alten Festungsstadt befasst. „Jülich - Stadt im Grünen” drohe immer mehr zum billigen Werbespruch zu verkommen. Das Abholzen von Bäumen sei offenbar leichter möglich als die Weiterentwicklung der vorhandenen Grüngebiete. Natürlich hätten die Anlieger öffentlicher Grünflächen auch Anspruch darauf, dass die Stadt ihren Verpflichtungen nachkommt, diese Grünanlagen entsprechend zu pflegen - so der Beschluss der CDU.

Marktplatz attraktivieren

Die Attraktivitätssteigerung des Marktplatzes war jedenfalls Thema der CDU-Klausur. Der Vorsitzende des Bauplanungsausschusses, Erich Gussen, berichtete über Ideen mit überschaubarem Mitteleinsatz, um den Marktplatz für Besucher und Marktstandbetreiber attraktiver zu gestalten. Geplant sind einige Veränderungen bei den Standorten für die Beleuchtung sowie besser nutzbare Baumstandorte.

Einmütig sprach sich der CDU-Vorstand für die Entwicklung eines Gewerbegebietes auf der Merscher Höhe aus. Kritisch hinterfragt wurden jedoch Vereinbarungen zwischen dem Eigentümer der Fläche und der Stadt Jülich. Derzeit sei nicht ausreichend erkennbar, dass die Stadt Jülich an der Entwicklung zum Gewerbegebiet ausreichend profitiert. Genehmige die Stadt in diesem Bereich ein Gewerbegebiet, verzehnfache sich der Wert eines Grundstücks.

Üblicherweise fließe ein Erlös aus dieser Wertsteigerung zurück. Nach den Erfahrungen der letzten Jahre im Umgang mit einem Wahrzeichen dieser Stadt durch Verwaltung und durch den neuen Eigentümer, der zuerst einen Erlebnispark versprochen hatte, dann den Erhalt zumindest einiger Sendemasten garantieren wollte und jetzt Betonfundamente zurücklässt, sei zumindest Vorsicht angesagt im Rahmen der weiteren Vertragsverhandlungen.

Themen öffentlich diskutieren

Der CDU-Vorstand kritisierte, dass viele Entscheidungen ohne ausreichende Diskussion und ohne Transparenz getroffen werden. Aus diesem Grund wird die CDU Jülich künftig alle zwei Monate öffentliche Veranstaltungen zu aktuellen Themen anbieten, um den Entscheidungsprozess transparenter zu machen, sowohl innerhalb der eigenen Partei wie auch im Dialog mit den Bürgern. Eine Veranstaltungsübersicht wird in den nächsten Wochen erscheinen.

Begonnen hat bereits die Vorbereitung der Kommunalwahl. Der CDU-Vorsitzende wies darauf hin, dass eine Reihe von verdienten Ratsvertretern ausscheiden wird. Notwendig sei die Gewinnung junger engagierter Bürger für die Kommunalpolitik. Bis Anfang 2013 will man im Stadtverband hier die wesentlichen Entscheidungen vorbereitet haben.

Zusammenfassend wies der Vorsitzende darauf hin, dass das katastrophale Landtagswahlergebnis zumindest zwei positive Auswirkungen hatte: Zum einen konnte Josef Wirtz, der sich in den vergangenen sieben Jahren bereits über alle Parteigrenzen hinweg für seinen Wahlkreis eingesetzt hat, mit einem schlechten Listenplatz in den Landtag einziehen. Zum anderen hat das Wahlergebnis auch zu einer selbstkritischen Überprüfung der Position der CDU in Jülich geführt, die zwar nicht für das schlechte Wahlergebnis der Landtagswahl verantwortlich ist, die aber nun alles daran setzen wird, aus diesen Fehlern die richtigen Schlussfolgerungen für die weitere Arbeit zu ziehen.
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