Die Stärke der Gemeinschaft: Zusammen Dorf der Ersthelfer werden

Von: ma.ho.
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Auch beim Abnehmen des Schutzhelmes eines verunfallten Motorradfahrers gilt größte Vorsicht. Foto: DRK

Floßdorf. An der Rur gelegen, hat sich die Ortschaft Floßdorf auf die Fahne geschrieben, „Dorf der Ersthelfer“ zu werden. „Unser Ziel ist es, rund die Hälfte aller Bewohner unseres Ortes zu Ersthelfern auszubilden“, forderte Helmut Lemaire, einer der Initiatoren der „Vereinigten Vereine Floßdorfs“.

Vor allem Vereinsmitglieder, aber auch Menschen mit privatem Interesse sollen in der Lage sein, schnelle und adäquate Hilfe leisten zu können. „Gerade, wenn der Linnicher Rettungsdienst in einem anderen Einsatz gebunden ist, kann es bei schlechten Wetterverhältnissen bis zu 20 Minuten dauern, bis das erste Rettungsmittel eintrifft.“

Um das hoch gesteckte Ziel langfristig erreichen zu können, fand unlängst die Auftaktveranstaltung in der Gaststätte „Alte Dorfschule“ statt. Über 20 Bewohner im Alter zwischen 17 und 70 Jahren ließen sich von Pierre Weber, Ausbilder und Rettungssanitäter des Deutschen Roten Kreuz Jülich, zum Ersthelfer ausbilden. Neben den leitfadengemäßen Themen, wie z.B. Notruf und Wundversorgung, wurde auf Wunsch der Initiatoren ganz speziell auf internistische Notfälle und die Herz-Lungen-Wiederbelebung während des Kurses eingegangen.

„Die demographische Entwicklung zeigt, dass die Bevölkerung älter wird“, sagte Lemaire. „Unsere Mitbewohner, unsere Nachbarn, unsere Freunde werden älter. Umso wichtiger ist es, dem Nachbarn schnell richtige Hilfe leisten zu können, falls ein Notfall eintritt. Mittelfristig wird bereits laut darüber nachgedacht, für die Bewohner unseres Orts einen AED anzuschaffen, damit die Frühdefibrillation noch vor Eintreffens des Notarztes durchgeführt werden kann.“

Pierre Weber, der mit Freude trotz Erkältung den Kurs leitete, freute sich über das Engagement der Dorfgemeinschaft. Für ihn war die Teilnahme verschiedener Altersstufen ein Zeichen, dass sich Jung und Alt nicht nur für die Durchführung der Ersten Hilfe interessieren, sondern der Zusammenhalt in der Dorfgemeinschaft gut funktioniert.

„Nach diesem erfolgreichen Lehrgang, bei dem nicht nur das Wissen, sondern auch Spaß im Vordergrund standen, dürften weitere Veranstaltungen keine Frage sein.“

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