Die Stadt feiert das inklusive Jülich

Von: brs
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Als Publikumsmagnet – nicht für Jüngere – erweis sich die Darbietung des Vereins „4 Pfoten, Tiere als therapeutische Begleiter“. Foto: B. Sylvester
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Eine „Sonnenblume“ am Stand des Jülicher Stammhauses zeigte das dichte Netzwerk aus Vereinen und Institutionen.

Jülich. Lange genug hat die Sonne sich bitten lassen bisher, doch dieser Samstag machte dem Wonnemonat Mai alle Ehre. Wie bestellt strahlte die Sonne über dem Jülicher Marktplatz, wo der Arbeitskreis für ein inklusives Jülich, kurz AKI, rund um den Marienbrunnen einen bunten Budenzauber aufgebaut hatte.

Vier Stunden feierten zahlreiche AKI-Mitglieder, ihre Helfer, Unterstützer und mancher zufällige Besucher ein fröhliches Fest. Ein großes weißes Zelt in der Ecke wurde als Bühne genutzt, eine Reihe Bierzeltbänke boten Platz zum Sitzen – und um die angebotenen Leckereien wie Kaffee, frisch gebackene Waffeln, Kuchen oder herzhafte Bratenbrötchen in Ruhe genießen zu können.

An den einzelnen Ständen gab es nicht nur schlichte Informationen – einen Informationsflyer hielt eigentlich jeder Anbieter bereit – für einen kurzen Plausch, ob übers Wetter, das Angebot oder die Zuschauerresonanz, fanden sich immer Zeit. Apropos Zuschauer, dem guten Wetter sei Dank machten viele Passanten einen Abstecher zum Inklusionsfest.

Die direkt vor dem Geschehen aufgebauten Marktstände machten es Neugierigen allerdings nicht ganz einfach zum Inklusionsfest zu finden. Vor allem Rollstuhlfahrer mussten sich den Weg Richtung Marienbrunnen erst etwas umständlich suchen. „Das sollte nächstes Jahr anders sein, so sieht man doch gar nichts“, stellte eine Besucherin leicht kopfschüttelnd fest.

Spätestens mit dem Ende des samstäglichen Wochenmarktes allerdings hatte sich dieses Problem dann doch erledigt. Denn rund um den Marienbrunnen wurde weitergefeiert nachdem die Marktbeschicker ihre Waren längst verpackt hatten.

Auf und manchmal auch neben der Bühne unter dem Zeltdach gab es für die Besucher einiges zu sehen, zu hören, und manche Darbietung lud zum Mitmachen ein. Auf besondere Begeisterung stieß die Aufführung des Jülicher Tanzsportvereins TSC Schwarz Gelb. „Die haben mitgesungen, geklatscht und gelacht“, strahlt Petra Steinbusch, Vorsitzende des Vereins Aktion Lebensfreude über den gelungenen Auftritt der Tanztruppe. Zusammen mit einigen Gehandicapten haben die jungen Frauen in ihren glitzernden Kostümen für eine Menge Begeisterung gesorgt.

Auch der Auftritt einer ganz anderen Truppe sorgte, nicht nur bei den jüngsten Besuchern, für glänzende Augen. Dr. Josefine Reinartz und ihre Mitstreiter vom Jülicher Verein „4 Pfoten, Tiere als therapeutische Begleiter“ betraten die Bühne mit ein paar bunten Utensilien unter dem Arm.

Ein blauer Tunnel, ein paar Stangen und orangefarbene „Hütchen“ verwandelten den Platz in einen Parcours, den die vierbeinigen „Mitarbeiter“ des Vereins überwinden sollten. Auch dies ein Programmpunkt zum Mitmachen, das eine oder andere Kind folgte gerne der Aufforderung, es auch einmal zu versuchen, einen Hund zum Sprung übers Hindernis zu bewegen.

Ausdrücklich zum Mitmachen gedacht war auch der Auftritt von Andy Cormann. Mit der Gitarre um den Hals stimmte der Jülicher Musiker bekannte Lieder an und forderte zum Mitsingen auf. Auf besonderen Wunsch stimmte er sogar das „Wicky“-Lied an.

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