Die SPD bläst zur Offensive

Von: Franz Sistemich
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Peter Münstermann (links) und
Peter Münstermann (links) und Liesel Koschorreck wollen der CDU die Wahlkreise abnehmen. Unterbezirksvorsitzender Dietmar Nietan gratulierte zur Kandidatenaufstellung. Foto: Sistemich

Kreis Düren. Die Sozialdemokraten haben am Mittwochabend in der Aula der Dürener Landwirtschaftsschule Liesel Koschorreck und Peter Münstermann als ihre Kandidaten für die Landtagswahl nominiert. Für die Politikerin aus Birkesdorf, die im Wahlkreis Düren II/Euskirchen II antritt, votierten 42 der 43 Delegierten, es gab eine Gegenstimme.

Peter Münstermann aus Langerwehe setzte sich gegen zwei Mitbewerberinnen durch: Karin Grün aus Jülich bekam drei der 48 abgegebenen Stimmen, Marion Schunk-Zenker aus Linnich erhielt 18 Stimmen. Auf Peter Münstermann entfielen 27 Stimmen. Damit erreichte der Gewerkschafter im ersten Wahlgang die erforderliche absolute Mehrheit. Während Münstermann in Wahlkreis Düren I wieder gegen den bisherigen CDU-Landtagsabgeordneten Josef Wirtz antritt, fordert Liesel Koschorreck erneut den Christdemokraten Rolf Seel heraus, der seit 1995 den Wahlkreis direkt vertritt.

Die Sozialdemokratin gab sich nach ihrer Wahl kämpferisch: „Ich bin erfahren, und ich bin fit für die Zukunft. In der SPD kribbelt es: Lasst uns jetzt Wahlkampf machen, mit erhobenem Haupt die erfolgreiche Politik von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und ihrer Minderheitsregierung vor den Wählern vertreten.”

Peter Münstermann hatte seine Bewerbungsrede mit einem bundesweiten Thema eröffnet: „Was mit den Schlecker-Leuten passiert, ist eine Riesensauerei”, wetterte der Betriebsratsvorsitzende. Dann streifte Münstermann - wie es auch Koschorreck tat - eine breite Palette von Themen, mit denen die SPD punkten will. Unter anderem forderte er, dass die „vielen Millionen Euro, die RWE als Kohlendioxid-Abgabe in den nächsten Jahren zahlen muss”, auch in der Braunkohlenregion bleiben sollen, um die Zukunft zu gestalten: „Die Menschen in der Region, die mit den Tagebauen leben müssen, haben es verdient, dass das Geld ihnen zur Verfügung gestellt wird.”

Münstermann rief wie Liesel Koschorreck die Genossen zu einem geschlossenen, offensiven Wahlkampf auf. Und er setzte darauf, Josef Wirtz den Wahlkreis abzunehmen: „Als ich 2005 antrat, hatte die CDU 16 Prozent Vorsprung, bei der vergangenen Wahl waren es nur noch acht.” Wenn er jetzt noch etwas mehr als vier Prozent aufhole, habe die SPD gewonnen. Liesel Koschorreck forderte ihre Parteifreunde auf, für eine hohe Wahlbeteiligung zu kämpfen.
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