Die Sonne lacht über dem Jülicher Kengerzoch!

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Die einzige schwere Waffe im 53. Jülicher Kengerzoch ließ es Konfetti regnen. Foto: Jagodzinska
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Bei Kälte waren auch die „Wilden“ warm angezogen – und tanzten durch die Straßen.
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Finale für das 55. Jülicher Kinderdreigestirn: Von der bunten Lokomotive grüßten sie das närrische Fußvolk und warfen, was das Zeug hielt.

Jülich. Rund 1300 gut gelaunte Jecke zogen, eingerahmt von Zugsicherungs- und Rettungsdiensten, in 45 bunten Gruppen am Tulpensonntag im jecken Lindwurm des 53. Jülicher Kengerzochs durch die Herzogstadt. Es war zwar bitterkalt mit Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt, aber über Jülich lachte die Sonne.

Mehr konnten Zugteilnehmer und sicher über 10.000 meist kostümierte Besucher an den Straßenrändern angesichts des „Ussels-Wetters“ in jüngster Vergangenheit sicher nicht erwarten. „Himmlisch jeck“ waren im Jubiläumsjahr – mit dem 55. Kinderdreigestirn – unter anderem bunte Spatzen aus ihren „Nest“ gefallen, die Jülicher Piraten und die „KG Suffnoas“ in seeräuberische Haut geschlüpft.

In Teufels- und Engelsgewändern konnte sich die Mitglieder der Pfarren St. Andreas und Matthias Lich-Steinstraß und St. Marä Himmelfahrt Jülich, die mit einer Pappnachbildung des Gotteshauses im Möhnewinkel durch Jülich zog, nicht zwischen Himmel und Hölle entscheiden.

Auf jecke Engel hatte hingegen der Kleingartenverein Nordpolder gesetzt. Die Müntzer Blauröcke wandelten auf den Spuren von Hänsel und Gretel, ihre Jülicher Kollegen als „KG Feuerwehr“ auf denen von Cowboys und Indianern. Mit dabei, ihre Tanzgruppen im Gepäck, waren ferner die jecken und historischen Gesellschaften: „Stopp dä Mutz“, Rurblümchen, Rursternchen, Ulk, Lazarus Strohmanus, die„Paradiesvögel“ der Ulk Selgersdorf, die goldenen Bretzelbäckere Mersch/Pattern, die Café Cholera Gesellschaft und Herzogstädter-Clowns.

Dazu gesellte sich Dracula mit seinen Vampiren aus der „KG Gründungskomitee“. Stattlich fuhr die Stadtgarde Jülich in einem Großwagen daher, ein Augenschmaus war das Tanzstudio Romm. Das Stammhaus nahm sich mit dem augenzwinkernden Motto „Mit Handicap teuflisch gut drauf“ selbst auf die Schüppe.

Die Kremer Gebäudetechnik mahnte mit Großwürfel und Spielbrett zum „Mensch, ärgere dich nicht“. Als Schornsteinfeger fühlte sich die Nordschänke „dem Himmel so nah“, „Movie-Stars“ entstammten der Reparaturwerkstatt Salvatore Carciotto. Temperamentvoll fuhren „die zwei lustigen Drei“ im Flower-Power-Look auf ihrem Trecker Schlangenlinien im Lindwurm. Mit riesigen Zuckerstangen ging „Der Rest“.

Der „Fluch der Karibik“

Mit kräftigen Trommeleinlagen würzte die Sambatruppe „Tambour Axe“, die das Motiv „Fluch der Karibik“ gewählt hatte, das Zuggeschehen. Für Stimmung sorgte zudem die Pulvermühle, die ihr persönliches Jubiläum (4 x 11 Jahre) feierte, oder das Autohaus Spenrath. Mit dabei waren zudem das Kirchberger Karnevalslädchen oder die „Karnevalsfreunde Rot/Weiß“ in eben dieser Farbkombination und die Betriebssportgemeinschaft der Stadtverwaltung in ihren Vereinstrikots. Musikalisch begleitet wurde der Jecken-Aufmarsch vom Trommlercorps Güsten, Tambourcorps Schophoven und dem Spielmannszug Siersdorf.

Letzter Dreigestirns-Auftritt

Viel beklatschter Höhepunkt war der letzte Auftritt des 55. Kinderdreigestirns: Prinzessin Lena und Prinz Tobias ( beide Rau), Bauer Philipp (Langen) und die beiden Pagen Hannah Marie (Rau) und Marius (Cremer) waren in den Farben der Domstadt kaum wiederzuerkennen.

Und wer sich fragt, warum das 55. Kinderdreigestirn beim (erst) 53. Kengerzoch dabei ist, dem liefert Marc Muckel vom Festausschuss Kengerzoch die Erklärung: „Es ist der 53. Kengerzoch im Jubiläumsjahr 5 x 11 Jahre Kinderdreigestirn. Zweimal fiel der Zug aus, einmal davon im Krieg.“ (ptj)

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