Die „rote Welle“ im Jülicher Zentrum bleibt wohl

Von: -vpu-
Letzte Aktualisierung:
11619030.jpg
Nur zwei von zehn Ampeln auf der Großen Rurstraße und der übliche Rückstau, und beide zeigen Rotlicht. Dieser „roten Welle“ ist wohl nicht beizukommen. Foto: Jansen

Jülich. Die „grüne Welle“ auf der Großen Rurstraße als Jülicher Hauptverkehrsachse bleibt nicht mehr als ein frommer Wunsch. Alle Jahre wieder tauchen Anträge im politischen Raum auf, um die missliche Situation mit Stoßverkehr und langen Rückstaus vor allem im Berufsverkehr zu entschärfen, doch es gibt nach Angaben von Hans Pinell, Leiter des Jülicher Ordnungsamtes, praktisch keine Hoffnung.

Das sagte er bei einer weiteren Diskussionsrunde zu diesem Thema im Ausschuss für Kultur, Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing am Donnerstag.

„Die Große Rurstraße ist eine Hauptstraße, sie ist vorrangberechtigt. Und das geht eben zu Lasten der Seitenstraßen.“ Solche gibt es in großer Zahl. Das ist auch zugleich eine Erklärung, warum nicht weniger als zehn Ampeln auf kaum mehr als einem Kilometer Länge zu finden sind. Neben dem Zufluss von den Seitenstraßen regeln die auch, dass Fußgänger den innerstädtischen „Highway“ passieren können. Und auch das ist Teil des „Problems“: Manche Fußgängerampeln werden auf Knopfdruck bei Bedarf ausgelöst, was jede Programmierung einer „grünen Welle“ zunichtemacht.

Hans-Peter Schmitz (SPD) und Ausschussvorsitzender Peter Capellmann (CDU) benannten den zunehmenden Schwerverkehr in der City als weiteres Puzzleteil der vielfältigen Ursachen. Schmitz äußerte die Vermutung, dass viele Lkw bewusst durch die Stadt fahren, um abzukürzen. „Dabei haben wir doch eine schöne Umgehungsstraße.“ Nun soll wenigstens die Beschilderung noch einmal überprüft werden, die das Umfahren der Innenstadt wenigstens schmackhaft machen soll. Vorschreiben lässt sich das nicht.

Ansonsten ist guter Rat im Wortsinn teuer. Ordnungsamtsleiter Pinell sieht als einzigen Weg, die Ampel-Phasenschaltungen zu verbessern, eine Untersuchung durch Experten. Die kostet – bei ungewissem Ausgang – 18.000 Euro. Danach müsste der für die Große Rurstraße verantwortliche Landesbetrieb Straßen NRW – es ist eine Landesstraße – eine Neuprogrammierung der Anlagen finanzieren, was ebenfalls fraglich ist. Pinell: „Ich glaube nicht, dass bei einem Gutachten eine glorreiche Lösung herauskommt.“ Peter Capellmann stimmte zu: „Eine Verbesserung, die 18.000 Euro wert wäre, werden wir nicht erzielen können.“

Also bleibt leider alles beim Alten: der „roten Welle“...

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert