Die rote Couch soll Kollegschüler inspirieren

Von: Kr
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Die „rote Couch“ ist das Markenzeichen von Horst Wackerbarth. Foto: Kròl

Jülich. „Habt ihr Bock, dann schießt mal los.“ So unkompliziert geht es zu, wenn der Fotograf und Videokünstler Horst Wackerbarth ein neues Projekt angeht und sich dabei die Unterstützung von jungen Menschen holen will. Sein Markenzeichen ist eine rote Couch.

Mit ihr ist er durch bisher 51 Länder der Erde getingelt und hat große und kleine Menschen, berühmte und weniger berühmte, beliebt und verhasste Menschen darauf Platz nehmen lassen. An ganz unterschiedlichen Orten hat er sie interviewt, auf Baustellen und Müllhalden, in unberührter Natur und in großen Städten, vor Monumenten und an verschwiegenen Plätzen.

Wackerbarth ist mit seiner Couch nach Amerika gereist und nach Asien, hat mit ihr auf Island zwischen der amerikanischen und der europäischen Kontinentalplatte gestanden, sie war auf hohen Bergen und in tiefen Schluchten und sowohl die Bilder des Künstlers als auch seine Videoaufnahmen mit den Interviews der Menschen, die darauf Platz nahmen, sorgten für Aufregung.

Doch nicht er alleine will diese Couch nutzen. So hatte er sie dieses Mal an das Berufskolleg Jülich gebracht, denn dort sollen die Schüler und Schülerinnen sich auch einmal mit der „roten Couch“ beschäftigen.

Zunächst einmal waren die Klassensprecher zusammengekommen. Ihnen berichtete der Künstler von seiner Arbeit, stellte einige Projekte vor und bat sie, sich auch einmal Gedanken zu machen. Viele interessante Geschichten hatte Wackerbarth über seine rote Couch zu berichten. so auch die, dass dies die 4. Neuauflage des Möbelstücks ist. Eine landete im Pazifik und ging unter, eine brannte bei einer Feuerwehrübung ab, und eine wurde sogar von übereifrigen Museumsmitarbeitern auf den Sperrmüll gebracht.

Diese 4. Variante nun hat auch schon wieder etliche Jahre auf dem Buckel und musste schon des Öfteren aufgearbeitet werden. Der Künstler hat nämlich auch kein Problem damit, Löwen und Eisbären an seine Couch zu lassen, wie einige seiner Bilder zeigten.

„Manche Bilder sind von langer Hand und sehr aufwendig geplant, andere werden mir buchstäblich geschenkt“, berichtete er und erklärte auch, dass er in seiner Couch in erster Linie eine Kommunikationsplattform sieht. So forderte er dann auch seine Zuhörer auf, sich selbst Gedanken zu machen. Herrschte im ersten Moment noch Schweigen und ein wenig Verlegenheit, tauten die jungen Leute bald auf, und es kamen sogar die ersten Ideen auf.

Lust hatten sie alle dazu und auch wenn das berufliche Gymnasium, dessen Schüler täglich an der Schule sind, die Federführung haben soll, so sind doch alle Schüler und Schülerinnen, die Lust haben, aufgefordert sich zu beteiligen. So wird demnächst an der Schule eine Termin angesetzt, um Ideen zu sammeln, und vor den Osterferien soll dann die Couch für einige Zeit nach Jülich kommen.

Wundern braucht man sich dann also nicht, wenn man einige junge Leute mit einer roten Couch „im Gepäck“ durch die Stadt ziehen sieht.

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