Die Rettung der Kommende geht weiter

Von: zts
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Auf die Übergabe von Förderbewilligungen – wie hier von Staatssekretär Thomas Rachel (2. v. r.) – hofft Guido von Büren (r.) als Vorsitzender des Fördervereins Kommende Siersdorf auch für die kommenden Jahre. Foto: Zantis

Jülich-Siersdorf. Als Vorsitzender des „Fördervereins Kommende Siersdorf“ spricht Guido von Büren im Jahresrückblick von einem „besonders intensiven Jahr“, denn „die 2012 begonnenen Maßnahmen zur Sicherung des ruinösen Herrenhauses der Ordensburg konnten erfolgreich fortgesetzt werden. Dem Ziel, die Bausubstanz zu retten, sind wir ein gutes Stück nähergekommen!

Architekt, Statiker und Bauunternehmer haben Hand in Hand gute Lösungen gefunden, um die hauptsächlich von Bund und Land zur Verfügung gestellten Mittel optimal einzusetzen.“

Dankbar erwähnt von Büren auch eine Zuwendung der „Deutschen Stiftung Denkmalschutz“ und eine Stiftung, die ungenannt bleiben möchte. „Eine schöne Bestätigung für unseren Einsatz“ sieht der Vorsitzende in einem Betrag von 600 Euro, die ein ungenannter Förderer für Denkmalschutz anlässlich seines 90. Geburtstages gesammelt hatte.

„Überwältigendes Engagement“

Der Rückblick erwähnt auch den Abschluss der wichtigsten Sicherungsmaßnahmen seit dem Sommer 2014, so dass Aufräumungs- und Entschuttungsarbeiten beginnen konnten. Für von Büren ist „das hier gezeigte ehrenamtliche Engagement der Vereinsmitglieder und weiterer Einzelpersonen sowie der Siersdorfer Feuerwehr überwältigend. Die bisherigen Ergebnisse können sich sehen lassen, auch wenn noch viel Arbeitseinsatz notwendig wird.“ Erfreulich für die Fördergemeinschaft war auch die Resonanz am Tag des offenen Denkmals.

Schenkung vor 800 Jahren

Nach von Büren war Öffentlichkeitsarbeit vonnöten: „Durch die erheblichen Mittelkürzungen und die Änderungen der Förderpraxis seitens des Landes NRW drohte im schlimmsten Fall das vorzeitige Ende unserer Bemühungen im Rahmen der Erhaltungsmaßnahmen. Es war aber eine gute Erfahrung für uns, dass Politik und Verwaltung von Bundes-, Landes- bis zur kommunalen Ebene ein offenes Ohr für unser Anliegen hatten, so dass es im kommenden Jahr weiter gehen wird.“

Das große Ziel des Fördervereins ist das Jahr 2019, wenn sich die Schenkung durch den Jülicher Grafen mit seinen Siersdorfer Besitzungen an den Deutschen Orden zum 800. Mal jährt. In diesem Zusammenhang spricht der Fördervereinsvorsitzende von „einer Vision“ mit der Einrichtung eines Dokumentations-Zentrums zur Geschichte des Deutschen Ordens in Siersdorf. „Einen bedeutsamen Schritt auf einem Weg zur touristischen Erschließung“ hat es nach von Büren „schon in diesem Jahr gegeben, denn pünktlich zum Tag des offenen Denkmals wurde der kulturhistorische Radweg ‚Erlebnisraum Römerstraße – Via Belgica‘ eröffnet.“ In der entsprechenden Ausschilderung konnte auch die Kommende Siersdorf mit eingebunden werden.

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