Linnich - Die Primus-Schule ist in Linnich vom Tisch

Die Primus-Schule ist in Linnich vom Tisch

Von: ojo
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Linnich. Wie auch immer die Linnicher Schullandschaft sich in absehbarer Zukunft darstellt – eine Primus-Schule wird kein Bestandteil sein. Das ist ein Ergebnis der Umfrage unter Eltern von Linnicher Grundschülern und Kindergartenkindern.

Ziel war es, wie Bürgermeister Wolfgang Witkopp im Schulausschuss erklärte, ein breiteres Meinungsbild zu erhalten, welche Schulform die Eltern für ihre Kinder wünschen. Ein Problem dabei ist die Beteiligung. Auch nach dem Abgabetermin erhält das Schulamt täglich noch rund zehn Fragebögen. Insgesamt ist die Abgabequote nicht so hoch, wie man es sich gewünscht habe, gestand der Bürgermeister ein.

Bemerkenswerte Tendenz: „Offensichtlich wissen viele Eltern von Kindern im Kindergarten, dass ihr Kind aufs Gymnasium oder auf zur Gesamtschule gehen wird“, erläuterte Witkopp. Auch die anderen Eltern haben überwiegend das Abitur vor Augen, wie Cato Hilfert (Grüne) später zusammenfasste. Bei der Frage nach einem Angebot „des längeren gemeinsamen Lernens“ hat die Gesamtschule leicht die Nase vorn im Vergleich zu einer vertikalen Sekundarschule (Klassen 5 bis 10 an den Standorten Linnich und Aldenhoven.

Bittere Erkenntnis: Haupt- und selbst die Realschule in Linnich würden auf der Basis dieser Umfrage nicht genug Schüler bekommen, um auch nur eine Eingangsklasse zu bilden. Dabei spielt es offenbar kaum eine Rolle , ob die beiden Schulformen eine Ganztagsangebot bereithalten. Die Einschätzung vorab war eine andere. Aus Elternäußerungen hatte die Verwaltung eher vermutet, dass das Ganztagsangebot in Haupt- und Realschule einen eher positiven Ausschlag ergeben würde.

Unmissverständliche Botschaft

Mit dem Umfrageergebnis, schlug Witkopp vor, solle man nun in die Elterninformation gehen mit der unmissverständlichen Botschaft: „Wenn es dabei bleibt, können wir die Sekundarstufe I in Linnich vergessen.“ Ziel müsse ein Kompromiss sein, der das verhindere. Witkopp zeigte sich nach wie vor davon überzeugt, dass „es im Nordkreis eine Gesamtschule geben müsste“. Auch wenn diese Schulform tatsächlich einen leisen Vorsprung im Vergleich zu anderen hält, sollen die Informationsgespräche mit Eltern ergebnisoffen geführt werden, wie der Ausschuss letztlich beschloss.

Offen will sich Linnich auch die Möglichkeiten der Kooperation mit anderen Kommunen halten. Auf Nachfrage von Henny Selter (FDP) und Michael Hintzen (PKL) betonte Witkopp, dass „die Zusammenarbeit mit Aldenhoven nicht aufgegeben worden“ sei. Aldenhoven habe eine ähnliche Umfrage gestartet, „auf politischen Druck“ offenbar zu einem Zeitpunkt, als Linnich noch an seinem eigenen feilte.

Die Gespräche mit Hückelhoven bezeichnete der Bürgermeister als einen ersten Gedankenaustausch ohne konkretes Ergebnis. Dass der Boden bereitet wäre für einen erneuten Versuch der Schulkooperation mit Titz, wie aus Ausschussreihen vermutet wurde, sah der Bürgermeister nicht so. „Aber ich bin nach allen Seiten offen für Gespräche.“ Zunächst aber gilt es mit den Linnicher Eltern zu sprechen und den Versuch zu unternehmen, einen Konsens und eine Richtung zu finden.

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