Die Ortsumgehung Koslar ist auf der Zielgeraden

Von: hfs.
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Ein Blick aus der Vogelperspektive verdeutlicht recht anschaulich, wie künftig der Verkehrsfluss an der neuen Autobahn-Anschlussstelle Jülich-West (Koslar) mitsamt der neuen Ortsumgehung geleitet wird. Rechts führt die Autobahn nach Aachen, links nach Düsseldorf; die in Sand angelegte Spur unten nach Merzenhausen. Foto: Andre Abel/privat

Jülich. Die Erdarbeiten sind beendet, die sogenannte Frostschicht ist ebenso eingebracht wie 75 Prozent der Schwarzdecke. „Jetzt hoffen wir darauf, dass wir zügig weiterarbeiten können“, sagt Arndt Mayer, der für Straßen NRW sowohl die Ortsumgehung Jülich-Koslar koordiniert als auch die völlige Neugestaltung des dafür notwendigen Autobahnanschlusses Jülich-West der A 44.

Über den neuen Anschluss soll laut Planung dann im Mai der Verkehr fließen. Die Maßnahme kostet rund vier Millionen Euro. Der milde Winter spielt Planern und ausführende Firmen in die Karten. Die Arbeiten für die Ortsumgehung L 14n bei Koslar schreiten ebenso zügig voran wie die dafür notwendigen Umbauarbeiten für die komplette Autobahn-Anschlussstelle Jülich-West. „Wir liegen voll im Plan, im Mai werden wir die neue Streckenführung freigeben können“, sagt Arnd Mayer, der das Projekt von Anfang an koordinierte.

Gestartet wurde die schon seit vielen Jahren diskutierte und auch immer wieder geforderte Ortsumgehung für die Ortschaft Koslar 2008, als mit dem ersten Spatenstich das Startsignal gegeben wurde. Doch schon wenig später war Schluss, ein juristischer Streit im Vergabeverfahren – eine am Submissionstermin beteiligte Firma sah sich benachteiligt – ließ die Weiterführung des Projektes jahrelang stoppen. Zu diesem Zeitpunkt standen bereits zwei notwendige Brücken ungenutzt in der Landschaft.

Im Herbst 2015 rückten endlich die ersten Bagger an, denn für die rund zwei Kilometer lange Ortsumgehung war Erdreich in großen Mengen zu bewegen. „Die neue Fahrbahn liegt teilweise sehr viel tiefer als die Umgebung“, erläutert Mayer. Da zudem noch umfangreiche Rodungsarbeiten anstanden, musste viel Vorarbeit geleistet werden, ehe der eigentliche Straßenbau begann. Der Blick aus der Vogelperspektive veranschaulicht das. Mittlerweile ist allerdings die Schwarzdecke auf die neue Ortsumgehung – zu sehen auf dem Foto unten rechts kommend aus Richtung Koslar – aufgebracht. Ein erster Kreisverkehr hebt sich ebenfalls mit den zwei künftigen neuen Ab- und Zufahrarmen ab, die dann später den Verkehr über die beiden Brücken der A 44 führen werden.

„Das jetzige Kleeblatt wird völlig verschwinden“, sagt Mayer und deutet auf die ebenfalls auf dem Foto deutlich zu sehenden Auf- und Zufahrten in Richtung Aachen der Autobahn 44 hin. „Was wir noch nicht in Angriff genommen haben, ist der Bau eines zweiten Kreisverkehrs auf der anderen Seite der Autobahn in Richtung Bourheim“, umschreibt Arnd Mayer die ab Mai völlig umgestaltete Anschlussstelle Jülich-West, die insgesamt vier Millionen Euro kosten wird.

Wenn künftig der Verkehr rollt, hat der nach Ansicht der Planer nicht nur Auswirkungen auf den innerörtlichen Verkehr in und um Koslar. Der Landesbetrieb Straßen NRW geht davon aus, dass auch der Verkehrsfluss in Jülich beeinflusst wird. Das soll sich auf den Einmündungsbereich der Landstraße 136 (von Koslar nach Königshäuschen) auswirken, wo ab Mai mit der Inbetriebnahme der Ortsumgehung weniger Verkehr erwartet wird. Der Straßenbaulastträger rechnet damit, dass dadurch die Gefahrenstelle beim Abbiegen Richtung Herzogstadt entschärft wird.

Ob der Jahre dauernde juristische Streit auch die Kosten der neuen Trassenführung nach oben getrieben hat, wurde auf Nachfrage (noch) nicht beantwortet.

Sowohl Straßen NRW, als auch die Verantwortlichen der Stadt Jülich sind heilfroh, wenn im Mai die Umgehungsstraße freigegeben werden kann.

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