Die neue Schullandschaft wächst

Von: -vpu-
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Die Mädchen und Jungen schmetterten voller Vorfreude auf das neue Schulgebäude das „KGS”-Lied. Foto: Uerlings

Jülich. Die Mädchen und Jungen hatten sich auf zwei beliebte Tätigkeiten eingestellt: Singen und Feiern. Dabei blieb es für die Schüler der Katholischen Grundschule nicht. Bürgermeister Heinrich Stommel - in Bestlaune - stellte Rechenaufgaben. „3000 und 1200 Quadratmeter - was macht das zusammen?”

Die Antwort „4200” ließ nicht lange auf sich warten. So viel Fläche entsteht nämlich in Grundschule und Turnhalle, die beide neu gebaut werden, um die Jülicher Schullandschaft neu zu ordnen.

Die Katholische Grundschule (KGS) bekommt das neue Gemäuer auf dem Gelände des Schulzentrums Linnicher Straße nicht „einfach so”. Zuvor hatte der Stadtrat trotz heftiger Proteste von Lehrern, Schülern und Eltern beschlossen, dass die Realschule auch an die Linnicher Straße zieht, wo die Gemeinschaftshauptschule (GHS) Ruraue bereits residiert. Die alten Gebäude werden von Grund auf saniert, so dass GHS und Realschule dort beide unterkommen. Und die Grundschüler ziehen in den Neubau. Der Bürgermeister sieht die „Bündelung von Schulen” als „sinnvolle Investition an einer Stelle”. Die Stadt konzentriere sich somit in Zeiten zurückgehender Schülerzahlen auf nur einen Standort.

KGS-Leiter Fred Reinartz war die Freude anzusehen. „Dass heute noch neue Schulen gebaut werden, ist die Ausnahme. Dass von der Idee bis zum Spatenstich nur zwei Jahre vergehen, ist beinahe sensationell”, erklärte er vor dem Kollegium, den Kindern und Gästen aus Rat und Verwaltung. Und obwohl die meisten Wünsche der Schule in den Planungen Niederschlag gefunden haben, äußerte er eine Bitte: „Wir möchten jetzt ein Zuhause auf Dauer, vielleicht sogar für die Ewigkeit!”

Die Katholische Grundschule absolviert demnächst den dritten Umzug und wurde ob ihrer Größe auch schon in ihrer Existenz in Frage gestellt. Allerdings sahen die Anmeldezahlen in jüngerer Vergangenheit gut aus - sie lagen deutlich über den Prognosen des Schulentwicklungsplanes.

Die neuen Gebäude, über deren Architektur wir bereits ausführlich berichtet haben, sollen Ende 2011 fertiggestellt sein. 3000 Quadratmeter Grundschule verteilen sich dabei auf zwölf Klassenräume mit je einem Gruppenraum, Musik-, Werk- und Multimediaraum sowie Selbstlernzentrum, Schülerbücherei, Lernküche, zwei Räume für die Offene Ganztagsschule, Verwaltung und mehr.

Die angrenzende 1,5-fach-Turnhalle dehnt sich auf 1200 Quadratmetern aus und wird durch die Hauptschule genutzt. Sie verfügt über einen Trennvorhang und Sanitärräume für die jeweiligen Halleneinheiten. Der Stadtrat hatte eine größere Lösung bekanntlich abgelehnt, ursprünglich war eine Multifunktionshalle als Stadthallenersatz geplant worden.

Das alles kostet. Bürgermeister Heinrich Stommel zu den Kindern: „8,7 Millionen Euro - so viel seid Ihr dem Rat und der Stadt wert!”
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