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Die Linnicher Rurstraße soll zur Einbahnstraße werden

Von: Kr.
Letzte Aktualisierung:
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Jan Siebenmorgen stellte die Planung für eine neue Straßenführung in der Mäusgasse vor. Foto: Krol

Linnich. Ineinander übergreifend soll die Umsetzung des Integrierten Handlungskonzeptes in der Stadt Linnich vonstattengehen. Ein ganz wichtiger Bestandteil ist dabei die Verkehrsberuhigung innerhalb der Stadt und dazu soll als erster Schritt die Rurstraße neu gestaltet werden. Vom Glasmalerei-Museum bis zum Ewartsweg soll sie als Einbahnstraße eingerichtet werden.

Dies bedeutet natürlich auch, dass der innerstädtische Verkehr auf andere Straßen umgeleitet wird. Gedacht ist da auch an die Mäusgasse, bei der durch verkehrsberuhigende Maßnahmen gewährleistet werden soll, dass Durchgangsverkehr weitestgehend vermieden wird.

Spielraum vorhanden

Da im Rahmen des IHKs auch die Bürger eng mit eingebunden werden sollen, hatte die Stadt Linnich Anwohner der Mäusgasse sowie der Rurstraße zu einem Informationsgespräch in die Aula der Realschule eingeladen. Trotz des heißen Wetters waren dann auch zahlreiche Bürger gekommen, die sich informieren wollten. Jan Siebenmorgen von der Planungsgruppe MWM, der seit 2014 die Stadt im Rahmen des IHK begleitet, stellte die Planung vor. Zuvor erklärte Bürgermeisterin Marion Schunck-Zenker noch, dass dies erste Planungen seien, man noch jede Menge Spielraum habe und die Vorschläge der Bürger mit eingebracht werden können.

Fahrradsicherheitszone

So soll es einen Minikreisverkehr in der Einmündung Brachelener Straße/Mäusgasse geben. Neben der Verkehrsberuhigung soll die Mäusgasse, die momentan eher monoton wirkt, eine optische Aufwertung erfahren. Befahrbar soll sie in zwei Richtungen sein und durch verkehrsberuhigende Maßnahmen die nötige Sicherheit gegeben werden. Von Ost nach West soll es über den gesamten Straßenverlauf eine Fahrradsicherheitszone geben. Alle 50 Meter soll es eine Verkehrsberuhigung geben in Form von vier bis fünf Engstellen, vier Plateaupflasterungen, durch die Bürgersteig und Straße auf eine Ebene gehoben werden, und für Busse und Anlieger-Lastverkehr, oder Einsatzfahrzeuge Ausweichmöglichkeiten schaffen, sowie fünf bis sechs Fahrbahnteller.

Durch Schleppkurven, da wo es nötig ist wie, soll die Einfahrt erleichtert werden. Außerdem sind Querungshilfen geplant. Der Parkstreifen wird von der Nord- auf die Südseite verlagert. Vom alternierenden Parksystem hat man allerdings Abstand genommen, da es zu viele Unsicherheiten bietet. Der Einmündungsbereich Mäusgasse/Bendenweg soll eine Plateaupflasterung erhalten und der Einmündungsbereich Bendenweg/Rurstraße soll entweder als T-Kreuzung oder Mini-Kreisverkehr geplant werden.

Viele Bedenken brachten die Bürger an diesem Abend schon vor, befürchten sie doch, dass der Verkehr, der zurzeit über die Rurstraße fließt, lediglich umgeleitet wird. Sowohl Bürgermeisterin Schunck-Zenker als auch der Planer betonten, dass alles getan werde, um den Durchgangsverkehr aus der Straße herauszuhalten und sie für Autofahrer daher möglichst unattraktiv gestaltet werde. Es benötige zwar einen gewissen Lernprozess, aber man sei zuversichtlich, dies zu schaffen. Man führe nach wie vor Gespräche mit Programmierern von Navigationsgeräten, damit dort die geänderte Fahrstrecke um die Stadt herum angegeben werde, mit SIG, damit auch sie ihre Lkw-Fahrer entsprechend einweisen. Natürlich soll auch die Verkehrsbeschilderung geändert werden.

Es wurde auch angeführt, dass durch den größeren Umweg um die Stadt und damit verbundene höheren Kilometerleistung die Feinstaubbelastung ansteige. Die habe man aber nicht mehr direkt vor der Haustür, fanden da Anwohner. Letztendlich ging man in dem Bewusstsein auseinander, dass bei der Feinabstimmung der Planung noch einiges getan werden müsse, dass es aber wichtig sei, dass in Linnich etwas passiere und man doch hoffnungsvoll in die Zukunft blicke.

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