Die Leseclubs legen von Jahr zu Jahr zu

Von: Laura Broderius
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Die Siegerschulen erwarten auf ihre Pokale. Überraschungssieger blieben allerdings diesmal Fehlanzeige.

Jülich. Wenn die Eltern wegen Überfüllung draußen warten müssen – dann findet die Abschlussveranstaltung der Jülicher Stadtbücherei des Sommer- und Juniorleseclubs statt. „Die Beteiligung wird jedes Jahr größer“, stellt Birgit Kasberg, Leiterin der Stadtbücherei, fest.

Das war deutlich zu sehen – um die Kapazität des Kulturbahnhofs Jülich nicht zu überschreiten, teilte man die Kinder in zwei Gruppen auf, denen Klaus Adam nacheinander seine Geschichtenerzähltheaterprogramme mit Musik und Zaubertricks präsentierte. Zwischen diesen beiden identischen Veranstaltungen fand die Urkunden- und Preisausgabe für alle Kinder gleichzeitig statt, bei der besagte Eltern weichen mussten.

Kein Wunder bei einer Teilnehmerzahl von 268 Schülern, von denen 215 die Leseclubs bestanden und somit zur Abschlussveranstaltung eingeladen waren. „Durch unseren Juniorleseclub entdecken die Kinder sehr früh die Freude am Lesen und sind dann schon sehr geübt. Dadurch ergibt sich natürlich dann auch eine immer größer werdende Teilnehmerzahl beim Sommerleseclub“, so Yvonne Schroiff aus dem Team der Stadtbücherei.

1165 Entleihen

Seit 2007 nehmen Kinder der weiterführenden Schulen am Sommerleseclub und seit 2009 Kinder der Grundschulen am Juniorleseclub teil. Von insgesamt 566 Büchern wurde jeweils eine Auswahl für den Sommerleseclub und eine Auswahl für den Juniorleseclub zusammengestellt. Entliehen wurden die Bücher insgesamt 1165-mal. War ein Buch aus dem Titelangebot ausgelesen, musste jedes Kind einem der 24 freiwilligen Helfer die Geschichte erzählen, um einen Stempel in das Leselogbuch zu bekommen. Die 24 Helfer sind Mitglieder des Fördervereins oder Lesepaten der Stadtbücherei Jülich, Eltern oder Schülerinnen ab der Klasse 9. Wer es geschafft hat, in den Sommerferien drei Stempel zu sammeln, hat den Leseclub bestanden.

Jeder erfolgreiche Teilnehmer erhielt auf der Abschlussveranstaltung seine Urkunde und durfte sich einen Preis aussuchen. Die Reihenfolge, mit der die Kinder aufgerufen wurden, wurde gelost. Bei der Verteilung wurde Birgit Kasberg von Klaus Adam unterstützt. Wie auch bei zahlreichen anderen Sommer-Leseclub-Aktionen tritt er im Rahmen seines Programms mit verschiedenen Geschichten und Zaubertricks auf, übernimmt aber auch gerne Aufgaben als Moderator, Interviewer, Verloser oder Preisübergeber.

Wiederholungssieger

Neben dem Preis, den sich jedes Kind nach Erhalt seiner Urkunde aus dem großen Angebot auf den Tischen aussuchen durfte, erhielten auch die beiden Siegerschulen des Sommer- und Juniorleseclubs einen Wanderpokal, der von Jahr zu Jahr weitergegeben wird. Sieger ist die Schule, von der die meisten erfolgreichen Teilnehmer am jeweiligen Leseclub kommen. Gewandert sind die beiden Pokale dieses Mal aber nicht – zum zweiten Mal in Folge gewann die Zitadelle Jülich vor dem Gymnasium Haus Overbach den Sommerleseclub und die KGS Jülich vor der GGS Nord den Juniorleseclub.

Auf der Bühne feierten die Teilnehmer der beiden Schulen ihre Siegesserie mit den Lehrerinnen Sigrid Albers und Pia Pflugfelder von der Zitadelle und Judith Hillinger von der KGS Koslar.

Vertreten war nicht nur das Team der Stadtbücherei mit Ania Tokarz-Weidgang, Ellen Scherer, Gaby Lamersdorf, Monika Beier, Yvonne Schroiff und Leiterin Birgit Kasberg, sondern auch der Förderverein mit der 1. Vorsitzenden Elisabeth Vietzke, Ute Kreutzer, Edda Koch, Jutta Dohmen, Birgit Rose und Barbara Hof zum Ahaus, mit denen diese Herausforderung der Organisation gemeistert werden konnte. Gast war außerdem der stellvertretende Bürgermeister Wolfgang Gunia. Neben einer Vielzahl von Sponsoren aus der Stadt Jülich wurde vor allem durch eine Großspende einer Jülicher Stiftung die große Anzahl an Büchern und die Preise finanziert.

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