Jülich - Die KuBaner frönen dem „Loss mer singe“-Kult

Die KuBaner frönen dem „Loss mer singe“-Kult

Von: ptj
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Singen mit Leidenschaft: „Loss mer singe“ ist in Jülich längst zur Kultveranstaltung avanciert. Foto: Jagodzinska
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Premiere im KuBa: Die Kölner Band „Kuhl un de Gäng“ hielt mit frischem Sound und lebendiger Show die erstklassige Stimmung aufrecht. Foto: Jagodzinska

Jülich. Erneut ausverkauft war die beliebte „Loss mer singe“-Einsingveranstaltung in der Jülicher KuBa-Kneipe. Froh gelaunt, singend, tanzend und Bier trinkend, stimmte sich die Jeckenschar aus dem Jülicher Land am Donnerstagabend nach Neujahr frühzeitig auf die äußerst kurze Session ein.

Ein Muss bei der neuen Tradition in Jülich und Düren ist Stimmungsmacher Thomas Beys, der die Kölner Kultreihe vor zwei Jahren mit offizieller Genehmigung in den Kreis holte und sie seitdem mit unverminderter Begeisterung moderiert. Maurice Emunds aus Lich-Steinstraß und Christina Schmitz aus Pattern assistierten ihm dabei.

17 Kneipenhits

Mit Spannung wurde zunächst der erst zur Veranstaltung veröffentlichte Liedzettel erwartet. Auf diesem waren mitzusingende Refrains von 17 ausgewählten Kneipenhits aus einem Repertoire mit über 400 Titeln abgedruckt. Hinzu kamen drei regionale Stücke, über die im separaten „Heimatvoting“ abgestimmt wurde.

Außer Konkurrenz wurde natürlich der titelgebende Evergreen „Loss mer singe“ von den Bläck Föös „vürher un meddendren“ angestimmt, neben Stücken wie „Dat is Heimat“, de Räubers kölsche Version von „Sailing“. So fanden die Songs Würdigung, die „es nicht in die Auswahl geschafft haben“.

Los ging es mit „Kumm loss mer danze“ von den Höhnern. Schon im dritten Stück „Kölle, ich vermiss dich“ von Knittler war Konzentration angesagt. Beim zweiten Refrain entfiel nämlich „Kölle, ich vermiss dich wie verrück“, letzter Satz war: „Ich will zoröck“.

Eine Karawane, natürlich angeführt von Thomas Beys, führte zu „Mer stelle alles op der Kopp“ von Tommy Walter durch die Kneipe. Mit zum kölschen Repertoire zählten unter anderem „Dausend Levve“ von Kasalla, „Su lange die Leechter noch brenne“ von Miljö oder „Künning vun Kölle“ von Carolin Kebekus.

Das Rennen um den Sessionshit machte nach zweistündigem leidenschaftlichen Gesang schließlich „Jeck Yeah“ von Brings mit 570 Stimmen, gefolgt von „Leev Marie“ mit 540 Stimmen von Brings. Auf dem dritten Platz landete mit knappem Abstand (534 Stimmen) „Immer immer widder“ von Cat Ballou. Sieger des Heimatvotings wurde „Die Mädsche“ von DEB. Der Song konnte sich gegen „Stääneschnuppenaach“ von Bremsklötz und „Pappnaas“ von „Ne jodde Jung“ durchsetzen.

Gewinne

Zuvor hatte ein musikalischer Schnelldurchlauf die Titel noch einmal in Erinnerung gerufen, bevor die Fans Kugelschreiber und Voting-Zettel zur Hand nahmen, die schließlich von einer Jury auswertet wurden. Durch den Namensvermerk der Teilnehmer auf den Voting-Zetteln konnten im Anschluss dreimal zwei Freikarten ausgelost werden. Gewinne waren Sitzungen der CCKG im KuBa, der „Schnapskännchen“ in Güsten/Welldorf und die „Ladies Night“ in Mersch/Pattern.

Frischer Sound

Zum fulminanten Höhepunkt trat erstmalig die Kölner Band „Kuhl un de Gäng“ im KuBa auf. Die Berufsmusiker in pastellfarbenen Maßanzügen hielten, bereichert durch Trompete und Saxofon, mit frischem Sound und lebendiger Show „op Kölsch“ die erstklassige Stimmung aufrecht. „Dat es Karneval, mer sin raderdoll“, war nicht nur ihre Botschaft.

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