Die „Kernöffnungszeiten” in Jülich: 9.30 bis 18.30 Uhr

Von: Simone Dolfus
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Einige Dutzend Kaufleute waren der Einladung der Werbegemeinschaft Jülich gefolgt und beteiligten sich rege an der Diskussion über die Neuordnung der Stadtfeste. Foto: Dolfus

Jülich. Eine richtungsweisende Versammlung stand jetzt für die Jülicher Kaufmannschaft an. Die Werbegemeinschaft Jülich hatte zu diesem offenen Treffen in die Räume des Café Cortès eingeladen, um Dringendes zu besprechen. Dazu eingeladen waren diesmal nicht nur die Mitglieder der Werbegemeinschaft, sondern alle Händler und Gewerbetreibenden.

Im Jahr 2010 stehen wichtige Veränderungen an, sei es bei der Organisation der Stadtfeste oder der Neu-Besetzung des Vorstandes der Werbegemeinschaft im Frühsommer. Wolfgang Hommel, Vorsitzender der Organisation, brachte aber auch noch einmal die Verwirrung über die stark variierenden Öffnungszeiten am „langen” Nikolausvorabend zur Sprache.

Ausgehend von diesem Fauxpas des letzten Jahres debattierte die Gruppe darüber, wie man generell mit den Öffnungszeiten in der Innenstadt besser verfahren soll. Am Ende entschloss man sich zu einer „Kernöffnungszeit” von 9.30 bis 18.30 Uhr. Ob die allerdings von allen Geschäften eingehalten werden wird, bleibt abzuwarten. Die Einführung eines zusätzlichen langen Samstages außerhalb der Adventszeit wurde abgelehnt. Eine längere Öffnung an Veranstaltungstagen wie dem von der Versammlung vorgeschlagenen Kunsthandwerkerinnenmarkt oder dem Martinsmarkt mache keinen Sinn, da jeweils eine Woche zuvor Stadtfeste stattfinden.

So entschieden sich die Kaufleute dafür, den kompletten November bereits „lange Samstage” bis 16 Uhr anzubieten. Dies sei vor allem für die Kunden ein nachvollziehbares, transparentes Modell.

Größter Diskussionspunkt in der Runde waren jedoch die drei Stadtfeste. Der Festausschuss Jülicher Stadtfeste GbR, der die Organisation bislang übernommen hatte, existiert nicht mehr. Gertrud Vent und Hans Coßler wollen ihr Wissen aber dem neu zu gründenden Arbeitskreis Stadtfeste zur Verfügung stellen und ihm zunächst unterstützend zur Seite stehen. Für diesen Arbeitskreis sollen die einzelnen Straßengemeinschaften je zwei Personen „abstellen”, dazu kommen die Vorstandsmitglieder der Werbegemeinschaft. Bei diesem Punkt kamen indes bei der Versammlung Zweifel auf, ob man die nötige „Manpower” überhaupt zur Verfügung stellen könne.

Mit noch mehr Skepsis begegneten die Anwesenden der Neuregelung bei der Finanzierung der Stadtfeste. Diese soll nach dem Willen des Vorstands für alle „transparent” gestaltet werden. Die für das Aufstellen von Ständen in den eigenen Straßenzügen angedachten Gebühren wurde seitens der Straßengemeinschaften kontrovers diskutiert. Letztlich verständigte man sich zunächst auf eine Pauschale von 5 Euro pro laufendem Meter. Wenn man in der laufenden Planung merkt, dass dieses Geld nicht reicht, wird der Betrag eventuell angehoben.

Insgesamt beliefen sich die Kosten je Stadtfest in den vergangenen Jahren auf rund 14.000 Euro. Die Meinung von Petra Schwarz, dass vor dem Hintergrund dieser schwer zu schulternden Aufgaben ein gänzlicher Verzicht auf die Stadtfeste auch niemanden in seiner Existenz bedrohe, wurde vom Gros der Anwesenden nicht geteilt. Ute Werner: „Wenn wir nichts tun, sind wir irgendwann ein verlassenes Örtchen im Rübenacker!”
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