Die Kalrather Klais-Orgel erklingt wieder

Von: jago
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Die Klais-Orgel in Kalrath ers
Die Klais-Orgel in Kalrath erschallt in neuem Klang: Im Rahmen eines Orgelkonzerts mit Regionalkantor Andreas Cavelius aus Krefeld übergab Pastor i.R. Franz Schnitzler (Bild) das Instrument in der Kalrather Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt den Gläubigen. Foto: Jagodzinska

Kalrath. Nach Fertigstellung der Restaurierungsarbeiten hat die Kirchengemeinde St. Mariä Himmelfahrt in Kalrath die Wiederinbetriebnahme ihrer großartigen, 119 Jahre alten Orgel mit einem festlichen Konzert gefeiert. Bis auf kleinere Veränderungen hatte die Orgel, eines der ersten Erzeugnisse der renommierten Orgelbauwerkstatt Klais in Bonn, die Zeitläufe fast unverändert überdauert.

Unter großer Anteilnahme der Gläubigen spielte mit Regionalkantor Andreas Cavelius aus Krefeld ein Organist auf, der aufgrund seiner Erfahrungen mit Klais-Orgeln und seinen Verbindungen zu der Werkstatt geradezu prädestiniert für diesen Festakt war, zumal er das Kleinod schon lange kennt. Der Organist hatte gezielt Kompositionen ausgewählt, mit denen die komplette Klangbreite des Instruments zur Geltung kam.

So erfüllte gleich zu Beginn des Konzertes die Musik jeden Winkel des Gotteshauses, als der Kantor das Werk „Präludium und Fuge C-Dur” (BWV 547) von Johann Sebastian Bach erschallen ließ - ein perfekt gewählter Auftakt.

Das Orgelspiel aufgewertet

Pastor i.R. Franz Schnitzler hatte es sich als „Kalrather Jong” nicht nehmen lassen, seiner Gemeinde die Faszination des Orgelspiels zu Ehren Gottes näher zu bringen. Dazu erinnerte er an die im Rahmen des Zweiten Vatikanischen Konzils neu definierte Bedeutung, dass beim Spiel der Orgel bewusst werden solle, dass der Mensch berufen sei, Gott zu loben.

Etwas volkstümlicher brachte der Geistliche in bekannter Manier seine große Freude in Mundart zum Ausdruck: „Man künnt vor Freud krieche, dieses Instrument jetzt wieder in vollem Klang hören zu dürfen.”

Auch in den Fürbitten fand diese Freude ihren Niederschlag. So hieß es beispielsweise: „Segne diese Orgel immer wieder aufs neue bei jeder Eucharistiefeier, und segne die Gläubigen, die sich hier treffen.”

Im weiteren Verlauf des Konzerts brachte Kantor Andreas Cavelius „Carillon” von Amadee Reuchsel, „Marché du Sonnent” von J. L. Battmann, die Orgelsonate d-moll von Felix Mendelssohn-Bartholdy und das Präludium aus der Orgelsonate C-Dur von J. G. Rheinberger zu Gehör. Ergänzend erklang auch das Gemeindelied „Großer Gott wir loben Dich”.

Nach dem Konzert traf sich die sichtlich erfreute Gemeinde zu einem gemütlichen Beisammensein. Dabei bestand nicht nur Gelegenheit, nähere Informationen zum Instrument und seiner Restaurierung zu erhalten, sondern es wurden auch einige ältere Orgelpfeifen, die längst ausgetauscht worden sind, zum Kauf angeboten.

Alter Kalrather Dorfklatsch

So bestand Gelegenheit, die kriegsbedingt ausgetauschten ehemaligen Prospektpfeifen der „Königin der Instrumente” als Andenken mit nach Hause zu nehmen. Weiterhin unterhielt Pfarrer i.R. Schneider die Gäste mit altem Kalrather Dorfklatsch.
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