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Die Jugendarbeit stottert: Ein runder Tisch soll her

Von: ojo
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Linnich. Die Ortschaften Ederen, Floßdforf, Glimbach, Hottorf und Rurdorf haben eines gemeinsam: Sie bilden in puncto Jugendarbeit weißen Flecken auf der Karte des Linnicher Stadtgebiets. Das ist ein Ergebnis, das sich aus der Übersicht der Aktivitäten in den einzelnen Ortschaften ablesen lässt, die die Linnicher Verwaltung dem Ausschuss für Kultur, Sport, Generationen und Soziales an die Hand gegeben hat.

Und selbst dort, wo Jugendarbeit geleistet wird, ist der Zulauf nicht gerade üppig, wie in Tetz, wo zurzeit Kontakte zu vier Jugendlichen bestehen. Die Hoffnung: Diese vier könnten die Keimzelle einer sich neue entwickelnden offenen Jugendarbeit werden.

Die Ursachen für mangelndes Interesse der Jugendlichen an wie auch immer gearteter Jugendarbeit sind nicht immer eindeutig. Bei der „Wilden 13“ etwa, dem Jugendbus des Kreises Düren, ist es augenscheinlich mangelnde Information. Viele Kinder und Jugendliche wissen schlicht nicht, dass und wann der Bus regelmäßig Station auf dem Gelände der Hauptschule am Bendenweg macht. Manchmal liegen die Gründe auf der Hand: „In Tetz fehlt es an Räumlichkeiten für die Jugendlichen“, erklärte Harald Bleser von der Verwaltung.

Ein fester Standort etabliert sich zumindest als Treffpunkt und erleichtert den Kontakt zu Kindern und Jugendlichen. Darauf in einem besonderen Maße angewiesen ist die bei der evangelischen Kirchengemeinde angesiedelte Kraft für die mobile Jugendarbeit. Stelleninhaberin Yasemin Atan musste und muss sich „ihre“ Jugendlichen und Kinder vor Ort zusammensuchen.

Sie hat es damit ungleich schwerer als Urs Brunnengräber, der in der Kernstadt die KOT Skyline betreibt. Die hat hat einen sehr guten Zulauf und damit eigentlich ein Wachstumsproblem. Brunnengräber hätte zu den Räumen auf dem Kirchplatz gern ein Außenglände, das mehr Aktivitäten unter freiem Himmel zuließe. Und der Umstand, dass Yasemin Atan zum 31. März ihre Stelle aufgeben wird, wird die Jugendarbeit in Linnich und seinen Ortsteilen nicht einfacher machen.

Cato Hilferts (Bündnis 90/Die Grünen) Einschätzung der Situation war daher eher düster: „Die Konstruktion feste Jugendarbeit in Linnich und ambulante Jugendarbeit durch die evangelische Kirche scheint nicht zu funktionieren.“ Er regte daher an, in der nächsten Sitzung des Ausschusses zu ergründen, „wo die Probleme der Jugendarbeit liegen“.

Dazu soll ein runder Tisch eingerichtet werden, an dem die Jugendarbeiter und die Ortsvorsteher gemeinsam ins Gespräch kommen.

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