Jülich - Die Jülicher Tafel packt 400 Weihnachtspakete

Die Jülicher Tafel packt 400 Weihnachtspakete

Von: Guido Jansen
Letzte Aktualisierung:
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So könnten die Weihnachtspakete aussehen: (von links) Ellen Grobusch, Maria Güldenberg und Thomas Claar von der Jülicher Tafel zeigen, welche Spenden zum Weihnachtsfest willkommen sind. Foto: Jansen

Jülich. Am Samstag fährt die Feuerwehr durch Rurdorf und macht den Paketdienst. Sie steigt nicht in die Logistikbranche ein. Denn die Pakete, die sie abholt, sind die Weihnachtspakete, die die Jülicher Tafel für bedürftige Menschen sammelt. „Die Rurdorfer Feuerwehr ist toll“, sagt Maria Güldenberg, die Vorsitzende der Jülicher Tafel. Denn der Paketservice hilft der Tafel sehr.

Zwischen 13 und 17 Uhr können Unterstützer ihre Weihnachtspakete am Linnicher Feuerwehrhaus abgeben. Dort gibt es auch einen kleinen Weihnachtsmarkt, bei dem die Feuerwehrleute für das leibliche Wohl ihrer Besucher sorgen. Und alle, die ihr Paket nicht bis zur Feuerwehr bringen können, bei denen holt die Feuerwehr es ab. Kontakt gibt es unter 0171/1977968.

Die Feuerwehr bildet quasi die Vorhut für die Weihnachtspaket-Aktion der Jülicher Tafel. Die beginnt am Mittwoch, 13. Dezember. Dann können die Spender ihre Pakete zwischen 9 und 18 Uhr im Jülicher Kulturbahnhof abgeben. Einen Tag später erfolgt dann die Ausgabe an die Kunden der Tafel, die sich für ein Paket gemeldet haben.

Unterstützung erhält die Jülicher Tafel neben der Feuerwehr Rurdorf auch vom Heimatverein Lich-Steinstraß, der am Mittwoch von 16 bis 18 Uhr im Andreashaus eine Annahmestation für die Weihnachtspakete einrichtet. Auch der Heimatverein bietet einen Abholservice für den Fall, dass jemand in der Lage ist, das Paket zum Andreashaus zu bringen. Kontakt: Telefon02461/8884. „Wir sind allen unseren Helfern zu großem Dank verpflichtet“, sagt Tafel-Vorsitzende Güldenberg. Neben der Feuerwehr und dem Heimatverein sind das auch 25 Mitarbeiter, die dafür sorgen, dass am Mittwoch sowohl der reguläre Betrieb der Tafel in der Margaretenstraße weiter geht, als auch die Annahme der Pakete im Kulturbahnhof.

Viele Kunden sind Asylbewerber

„Wir gehen davon aus, dass wir etwa 400 Pakete brauchen, um die Nachfrage abzudecken“, sagt Güldenberg. Die Tafel versorgt rund 500 Bedarfsgemeinschaften in Jülich, Linnich, Titz, Niederzier und dem Indener Ortsteil Schophoven. Zu den Kunden zählen alle Personen, die entweder mit einem behördlichen Bescheid oder direkt bei der Tafel glaubhaft machen können, dass sie bedürftig sind.

Ein großer Teil der Kunden sind Asylbewerber, denen der Weihnachtsbrauch noch nicht bekannt ist. Deswegen hat die Tafel mit Hilfe von Übersetzern kleine Plakate aufgelegt, auf denen auf Arabisch, Russisch, Französisch, Englisch und Deutsch erklärt wird, was Weihnachten bedeutet. Sinn der Pakete ist, es den Empfängern möglich zu machen, mit ihren Familien Weihnachten bei einem Essen feiern zu können. Auch Spielsachen für Kinder sind willkommen. Oder Gutscheine für den Einkauf bei Metzger oder Bäcker.

Die Erfahrung der vergangenen Jahre zeigt, dass sich nicht alle Tafel-Kunden rechtzeitig registrieren. Nach Möglichkeit versucht die Tafel, auch diesen Menschen in der kommenden Woche noch zu helfen. Dass die Tafel zu viele Spenden erhält, ist also nur schwer möglich.

Auch Geldpenden an die Tafel sind möglich. Die Bankverbindung findet sich auf der Homepage www.juelicher-tafel.de.

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