Die Integrationsarbeit von Constantia Gereonsweiler wird belohnt

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Über die Förderung durch den DFB freute sich der Verein, allen voran Vorsitzender Hartmut Mandelartz (l.), rechts Manfred Schultze, Vorsitzender des Fußballkreises Düren. Foto: Constantia

Gereonsweiler. Vorstandsvertreter des FC Constantia 09 Gereonsweiler nahmen kürzlich einen Förderpreis der DFB-Stiftung „Egidius Braun“ in Hennef in Höhe von 500 Euro entgegen. Die Übergabe erfolgte durch den Vizepräsidenten des FVM Fußballverband Mittelrhein, Hans-Christian Olpen, in Begleitung von Manfred Schultze, Vorsitzender des Fußballkreis Düren.

Der Verband würdigte eine Integrationsinitiative des Vereins. Die Constantia hatte per Zufall erfahren, dass in der Flüchtlingsunterkunft in Welz drei interessierte Fußballspieler untergebracht waren. Gemeinsam mit dem Initiativkreis Asyl in Linnich hatte man schnell einen Gesprächstermin vereinbart, um die Möglichkeiten einer Integration im Fußballverein festzulegen.

Aus drei Interessierten wurden dann plötzlich neun. „Wir waren alle etwas überrascht als die Jungs, die allesamt aus Guinea stammen, ihr Interesse am Vereinssport bekundeten. Für uns stand sofort fest, dass wir hier handeln müssen. Unser Ziel ist es, den Jungs Vereinsarbeit, wie sie traditionell auf den Dörfern gelebt wird, näher zu bringen. Fußball kann hier eine Plattform zur Integration schaffen“, erklärte Constantia-Vorsitzender Hartmut Mandelartz.

„Was für uns wie ein kleines Abenteuer begann, hat nun feste Grundlagen und Vernetzungen zur Folge. Längst sprechen alle von unseren Jungs. Die Mannschaft ist fest zusammengewachsen. Trotz anfänglicher sprachlicher Probleme hat der Fußballsport wieder mal bewiesen, dass dies kein Problem ist. Alle geben sich Mühe bei der Verständigung. Ein aus Belgien stammendes Vorstandsmitglied spricht fließend französisch und fungiert bei den Trainingseinheiten und den Spielen als Dolmetscher. Aber die Jungs lernen eifrig deutsch, und man spürt, dass sie dies auch einsetzen möchten.

Viele Gerichte waren unbekannt

Vor zwei Wochen haben die Guineer für Mannschaft und Vorstand „afrikanisch“ gekocht. „Viele Gerichte waren uns vollkommen unbekannt, aber es hat allen sehr gut geschmeckt“, so Mandelartz.

Auch der Verein sah sich plötzlich mit Dingen konfrontiert, die nicht unbedingt zum Tagesgeschäft gehören So hat natürlich keiner der neuen Spieler auch nur annähernd entsprechende Trainingsbekleidung oder Fußballschuhe. Hier hat der Verein recht schnell geholfen und fehlende Utensilien aus dem Fundus nehmen können oder das ein oder andere gekauft.

Schnell kommt bei neun Spielern ein höherer Betrag zustande. „Wir waren froh als wir von der Flüchtlings-Unterstützung der DFB Stiftung Egidius Braun 2:0 für ein Willkommen gehört haben. Wir haben unser Engagement ausgiebig beschrieben und relativ schnell einen Förderbescheid erhalten.“ Ebenfalls dankend erwähnte der Verein die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Linnich allen voran Bürgermeisterin Marion Schunck-Zenker und der Flüchtlingsbeauftragte Stefan Helm. „Wir haben hier als Fußballverein Neuland betreten. Die Dankbarkeit der Jungs ist Motivation und Ansporn, diese Aktivitäten und Aktionen seitens des FC Constantia 09 Gereonsweiler fortzuführen“, sagte Mandelartz..

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