Jülich - Die Idee des Collegium Musicum zündet

Die Idee des Collegium Musicum zündet

Von: Hilde Viehöfer-Emde
Letzte Aktualisierung:
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Das Collegium Musicum musizierte unter anderem mit den Chören des Gymnasiums Zitadelle und von Haus Overbach. Foto: Wolfgang Emde

Jülich. Eine geniale Idee der Mitglieder des Collegium Musicum Jülich bescherte ein großes Konzert der ganz besonderen Art. Im Rahmen des Jubiläumsjahres des Orchesters luden die Musiker Jülichs Jugend ein, sich einem großen Publikum zu präsentieren und gemeinsam mit dem Orchester zu musiziere. Viele Ensembles verschiedenster Institutionen beteiligten sich.

Unter der Schirmherrschaft der Sekundarschule Jülich, vertreten durch die Schulleiterin Angelika Lafos, wurde im PZ des Schulzentrums an der Linnicher Straße ein grandioses Konzert aufgeführt, das auch das Interesse vieler Jülicher fand.

Breites Spektrum

Verschiedenste Ensembles zeigten in der Werkauswahl ein breites musikalisches Spektrum, das von romantischen Tanzsätzen über Filmmusik bis zu a-capella-Arrangements bekannter populärer Lieder reichte. Dabei fiel nicht nur die solide Arbeit in den Ensembles auf, sondern viele junge Menschen konnten auch im solistischen Spiel ihre besonderen Begabungen beweisen.

Große Ouvertüre des musikalischen Reigens war ein Beitrag des Collegium Musicum, das durch viele Jugendliche erweitert zu einem großen orchestralen Klangkörper anwuchs. Filmmusik aus „Fluch der Karibik“ und „ The Lord oft he Dance“ wurde unter Leitung von Peter Sauerwein zu einem fulminanten Klangerlebnis. Streicher, Bläser und Schlagwerk brachten in perfektem Zusammenspiel die großartigen Melodien und ernteten großen Applaus.

Im Anschluss an diese beeindruckende Eröffnung des Konzertes stellten sich die einzelnen Ensembles vor. Das Orchester des MGJ Jülich bot unter Leitung von Dr. Markus Lövenich zwei ansprechende Beiträge, den Walzer Nr. 2 von Dmitri Schostakowitsch und Filmmusik zu James Bond.

Unter Leitung von Pedro Obiera musizierte das Orchester des Gymnasiums Zitadelle die ungarischen Tänze Nr. 1 und 5 von Johannes Brahms und den Csardas von Vittorio Monti. Glänzendes Zusammenspiel und eine furios geigende Solistin begeisterten und erhielten großen Applaus.

Ausgewogene Besetzung

Über exzellente Stimmen verfügte der Junge Chor Overbach unter Leitung von Kerry Jago. Vier aktuelle Songs und ein Traditional aus Südafrika zeigten den hohen Standard und die ausgewogene Stimmenbesetzung des Chores.

Ulrike Erdtmann leitete das Overbacher Sinfonieorchester, das mit zwei Norwegischen Tänzen von Edward Grieg und „The empire strikes back medley“ von John C. Whitney mit großen Orchesterklängen und sauberem Zusammenspiel aufwartete.

Sakrale Musik boten ein Bläserensemble der Jülicher Musikschule und der Jugendchor Echo der Pfarrei Heilig Geist unter Leitung von Christof Rück und Klaus Luft mit der Mainzer Messe. Saubere, sichere Stimmen und guter Zusammenklang mit den Bläsern kennzeichneten diesen Beitrag.

Zum großen Finale fanden sich mit dem Chor der Zitadelle (Leitung Viviana Gerstengarbe), dem Jungen Chor Overbach, der Schlagzeugklasse der Musikschule Jülich (Leitung Manfred Rahier) und dem erweiterten Collegium Musicum fast alle Mitwirkenden zusammen. Die Aufführung der beiden beeindruckenden, infernalisch anmutenden Sätze aus der Carmina Burana von Carl Orff unter Leitung von Peter Sauerwein waren Schluss- und Höhepunkt des großen Konzertes, dessen Gedanke und Intention in dieser gelebten Musikwelt voll ihre Erfüllung fanden.

Die historische Festungsstadt, die Stadt der Wissenschaft und der Solartechnik kann sich folglich zu Recht auch Stadt der Musik nennen. Denn dieses Konzert beweist, dass es in Jülich viele Menschen aller Altersklassen, vor allem aber Jugendliche gibt, die sich für Musik interessieren und sie auch mit großem Erfolg präsentieren – zur ungeteilten Freude der vielen Zuhörer.

Teamarbeit ist Trumpf

„Musik begleitet unser ganzes Leben“, hatte „Schirmfrau“ Angelika Lafos eingangs des Konzertes die überragende Bedeutung dieser Kulturtechnik gewürdigt, die sich in den verschiedenen Altersstufen durchaus sehr verschiedenartig zeige. Zudem halte es die Mitglieder von Musikensembles – seien es Orchester, Bands oder Chöre – zur Teamarbeit an und vermittle damit gleichzeitig wichtige soziale Kompetenzen.

Zudem zitierte Lafos den deutschen Philosophen Friedrich Nietzsche, dessen Ausspruch geradezu ideal zu dem Konzertabend past: „Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum.“

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