Die höchste Erhebung im Jülicher Land

Von: jago
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Verlag und Buchhandlung Fischer aktiv in der Heimatliteratur: Geschäftsführer Wolfgang Hommel stellte seine Bilddokumentation „Die Sophienhöhe und ihre Entwicklungsgeschichte“ vor. Foto: Jagodzinska

Jülich. Die Jülicher Buchhandlung Fischer hat sich seit mehreren Generationen der Förderung der Heimatliteratur verschrieben. Erkennbar ist dies nicht nur an der großen Angebotspalette von Werken mit lokalem Bezug oder aus der Feder lokaler Autoren, sondern auch an vielfältigen eigenen Publikationen.

Das jüngste Kind auf diesem Sektor ist neben dem Kalender „Jülich 2013“ die von Geschäftsführer Wolfgang Hommel herausgegebene Dokumentation „Die Sophienhöhe“. Die 23. Veröffentlichung in der „Heimatkundlichen Schriftenreihe des Jülicher Landes“ verfolgt die Entwicklung der höchsten Erhebung des Jülicher Landes mit einer Vielzahl von Fotografien und erläuternden Texten von ihren Anfängen bis in die heutige Zeit.

Bevor Hommel am Freitagabend vor etwa 70 interessierten Gästen in den Räumen der Buchhandlung mit der Präsentation des 156-seitigen Bandes mit über 300 Bildern begann, bezog er sich auf eine Veröffentlichung vom gleichen Tag in unserer Zeitung zum Reprint des zuletzt vergriffenen Buchs „Die Front an Rur und Inde“ von Josef Rahier: „Wir sind heute total überrascht worden von der Resonanz auf den Presseartikel. Das Buch wurde uns förmlich aus den Händen gerissen.“ Sein Fazit, dass „das gedruckte Wort immer noch eine ganz besondere Resonanz habe“ verstärkte er mit dem Hinweis, dass sich auf eine Bekanntgabe auf „Facebook“ lediglich zwei Interessenten gemeldet hätten.

„Weshalb eine Bilddokumentation über die Sophienhöhe“ lautete Hommels einleitende Frage zum neuen Werk, die er schlicht und ergreifend damit beantwortete, dass es bisher keine gebe. Neben dem historischen Archiv der RWE Power AG in Weisweiler waren „in allererster Linie zahlreiche Gespräche“ die informativen Hauptquellen für den Autor.

Zur Entstehung verriet Hommel, dass er die Idee für das Projekt bereits vor 20 Jahren hatte. Von „Man müsste mal ...“ über „Man müsste aber wirklich mal ...“, sei es nach dem Besuch des Archivs dann zu Beginn des Jahres endlich zum „Dann soll es jetzt sein“ gekommen.

Zunächst geplant war ein Bildband, bei den Arbeiten kam jedoch immer mehr Text hinzu, so dass das Layout zu einer besonderen Herausforderung wurde. Unter der Prämisse, dass das Buch nicht nur wegen der inhaltlichen Qualität, sondern auch wegen der Gestaltung Gefallen finden solle, nahm sich Fischer-Mitarbeiter Jürgen Schmitte dieser anspruchsvollen Aufgabe an. Das professionelle Ergebnis erntete bei der Präsentation viel Lob.

In fünf Kapiteln wird die Entstehung der Sophienhöhe geschildert, weitere Abschnitte widmen sich beispielsweise der Rekultivierung, der Pflanzenwelt oder der Tierpopulation und dem Artenreichtum.

Einem Ausblick auf die nächsten Jahre bis zum Ende des Tagebaus Hambach 2045 schloss Hommel einen Dank an den Eigentümer der Sophienhöhe, der RWE Power AG, für die hervorragende Unterstützung bei den Recherchen an. Ganz bewusst beschränke sich das Buch, so Hommel, auf die Schilderung der vorhandenen Fakten und nehme keine Wertungen vor. In welcher Form Interessenkonflikte – hier fiel das Stichwort „Bergwelt“ – gelöst werden können, sei die Aufgabe anderer Stellen.

Vielleicht nimmt man sich ein Beispiel aus der Tierwelt der Sophienhöhe zum Vorbild: Hoch oben in einem Feuchtbiotop-Bereich leben Kanadagänse und Schwäne in friedlicher Nachbarschaft. Tiere, die ansonsten als Revierverteidiger gelten, haben sich zum Vorteil beider Arten zu einer Koexistenz arrangiert.

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