Jülich - Die Herzenswünsche der Kinder werden erfüllt

Die Herzenswünsche der Kinder werden erfüllt

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Über 50 Kinder erhielten dank der Wunschbaum-Aktion ein Geschenk. Damit keines ohne Weihnachtsgabe bleibt, übernimmt der Verein die Herzenswünsche weiterer Kinder. Diese überreicht natürlich der Nikolaus.

Jülich. Auf ein gutes Vereinsjahr können die „Kleinen Hände. Hilfen für Kinder, Mütter und Väter e. V.“ zurückblicken, referierte Vorsitzende Rose-Marie Kommnick bei der jüngsten Jahreshauptversammlung. Das gilt gleich in mehrerlei Hinsicht: Finanziell und personell sind die Kleinen Hände gut aufgestellt.

Die geknüpften Netzwerke mit Jülicher Einrichtungen für existenzunterstützende Maßnahmen wie Möbel und Mehr, „Die Tafel“ oder SkF sorgen für eine bestmögliche Fürsorge von hilfesuchenden Familien. Hierfür dankte die Vorsitzende allen Unterstützern, Spendern und Kooperationspartnern.

Fast 100 Familien konnte von den „Kleinen Hände“ geholfen werden. Die Unterstützung ist vielfältig: Kosten für Mittagessen in Schule oder Kindergarten werden übernommen, Ferienfreizeiten unterstützt, Brückenkopf-Karten für den kleinen Urlaub vom Alltag in vergeben, Musikschulbeiträge teilweise getragen.

Vormerkungen für 2013

Großer Freude herrscht stets, wenn die Kosten für das Sommer-Fußballcamp übernommen werden können. „Wir haben schon Vormerkungen für das nächste Jahr“, schmunzelt die Vorsitzende. „Manche bedürftigen Familien haben sich direkt an uns gewandt, aber auch Institutionen wie das Sozialamt, das Jugendamt, die Kreishebamme, beratende und begleitende Einrichtungen , sowie Schulen und Kindergärten haben die Menschen an uns verwiesen“, erläutert die Vorsitzende das Verfahren.

Der Verein hat „Stammkunden“, aber auch Familien, die von Beratungsstellen und dem Jugendamt vermittelt werden und zum Teil sogar aus Düren anreisen. Neben Sachleistungen von Kleidung über Bücher und Spiele, die dreimal im Monat in der Kleiderkammer im Kulturbahnhof kostenfrei angeboten werden, suchen die Menschen auch Beratung und persönliche Ansprache.

„Für manche Hilfesuchende sind wir die einzige Stelle, wo sie Rat und Hilfe erhoffen“, schildert Rose-Marie Kommnick die Situation. Hier entstehen persönliche Bindungen, die teilweise sogar Umzüge überdauern. Es werden Einladungen zu Hochzeit und Kommunion ausgesprochen, „Babys, deren Mütter wir während der Schwangerschaft kennengelernt haben, werden stolz präsentiert.“

Im zweiten Jahr fand die „Wunschbaum-Aktion“ in Kooperation mit dem Technologiezentrum Jülich statt. Waren es 2011 noch 40 Kinder, die von Mitarbeitern und Gästen des TZJ beschenkt wurden, sind es in diesem Jahr bereits 50. Damit keines ohne Weihnachtsgabe bleibt, übernimmt der Verein die Herzenswünsche weiterer Kinder. In einer bewegenden Feier mit „echtem“ Nikolaus werden die Päckchen übergeben. In diesem Jahr sind es 88.

Die Kassenprüfer Dr. Peter Nieveler und Irene Fröhlich sahen in der positiven Bilanz ein Zeichen dafür, dass die Kleinen Hände „als besondere soziale Einrichtung öffentlich anerkannt“ sei. Angesprochen fühlen sich sowohl Kindergarten-Einrichtungen oder Schulklassen, die für den Verein in Projekten Geld sammeln und spenden, als auch Institutionen, Firmen und Stiftungen. Der Verein ermögliche Kindern ein gleichbedeutendes Mitglied der Gesellschaft zu sein. Es gehe nicht nur darum, in Notsituationen Hilfe zu leisten, sondern zu helfen, dass die soziale Schere sich ein wenig mehr schlösse.

Dass nicht nur die Vorsitzende mit ihrem Verein, sondern auch die Mitglieder mit ihrem Vorstand zufrieden sind, zeigte sich an den Wahlergebnissen. Alle Kandidatinnen wurden mit jeweils einer Enthaltung – der eigenen Stimme – gewählt. Rose-Marie Kommnick bleibt Vorsitzende, Gisela Urban Stellvertreterin. Als weitere Stellvertreterin wurde Dorothée Schenk gewählt.

Weichen gestellt

Sie wechselte die Position mit Dr. Helga Klostermann, die künftig als Beisitzerin dem Vorstand angehört, ebenso wie Gerlinde Dartsch, Otti Schöngen, Tanja Maurer, Stefanie Walmrath, Edith Nünninghoff und Judith Koch-Wick. Zum 24. Mal in Folge im Amt bestätigt wurde Elisabeth Hartmann im Amt der Schatzmeisterin des Vereins.

Mit dieser Wahl haben die „Kleinen Hände“ die Weichen für ihr 25-jähriges Vereinsjahr gestellt: Sie gilt nur für ein Jahr, wie Rose-Marie Kommnick vorab erklärt hatte. Die Vorstandsspitze wird sich verjüngen. Dorothée Schenk wird sich nach einem Jahr Einarbeitungszeit als Stellvertreterin für das Amt der Vorsitzenden zur Verfügung stellen.

Weiterhin Unterstützung finden wird sie im Team und vor allem durch die Erfahrungen von Gisela Urban an ihrer Seite. Dorothée Schenk gehört im Jubiläumsjahr 15 Jahre dem Vorstand als Beisitzerin mit dem Schwerpunkt Öffentlichkeitsarbeit an. Rose-Marie Kommnick möchte dem Vorstand als Beisitzerin weiter zur Verfügung stehen.

Das Silber-Jubiläum wollen die „Kleinen Hände“ mit einer Bilderauktion in Kooperation mit dem Jülicher Kunstverein, der sein 35-jährigen Jubiläum feiert, und einem Streetsoccer-Turnier für Kinder und Jugendliche von F-Jugend bis 14 Jahre begehen. Die Nachwuchs-Kicker werden fast auf den Tag genau 25 Jahre nach der Urkundenunterzeichnung der ersten und heutigen Ehrenvorsitzenden Renate Hövelmann den „Kleine Hände Pokal“ ausspielen, nämlich am 7. September 2013.

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