Die Herbstlichter leuchten zum sechsten Mal in Jülich

Von: Volker Uerlings
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Vor zwei Jahren waren die Strichmännchen noch in der Südbastion „gefangen“: Bei den Herbstlichtern 2017 laufen sie über die Nordbastion und springen in den Weiher. Foto: Uerlings
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Lichtkünstler Wolfgang Flammersfeld (von links), Bürgermeister Axel Fuchs und Hajo Bülles, Vize-Chef im Brückenkopf-Park, freuen sich auf die Herbstlichter 2017 – wie viele Menschen in der Region. Foto: Uerlings

Jülich. Erfolg verpflichtet. Und die Herbstlichter im Brückenkopf-Park sind zweifelsfrei seit sechs Jahren eine Erfolgsgeschichte. 20.000 Menschen spazierten allein im Herbst 2016 an den 17 Abenden durch die mit Lichteffekten, Leuchtobjekten und Projektionen gespickte Einrichtung vom Lindenrondell durch die Nordbastion der Festung Brückenkopf, Stadtgarten, die Südbastion und den Wald zurück zum Haupteingang.

Der „Regisseur“ dieser Jülicher Licht- und Leucht-Festspiele heißt Wolfgang Flammersfeld und weiß, was bei der sechsten Auflage vom 20. Oktober bis 5. November von ihm erwartet wird. „Die Wegeführung ist identisch. Aber wir haben natürlich komplett neue Objekte.“

Das sagt er mit einem wissenden Lächeln, denn bislang haben nur Flammersfeld und sein Team den Spielplan im Kopf. Die Stammgäste werden zwar „alte Bekannte“ wiedertreffen, allerdings in völlig neuer Umgebung und Verwendung.

Die „Strichmännchen“, die vor zwei Jahren in der Südbastion eine gute Figur machten, dürfen jetzt nicht nur raus, sondern gleich in ein völlig anderes Element: Sie springen in den Weiher. „Die laufen oben entlang der Bastion und springen ins Wasser“, erklärt Flammersfeld dieses dynamische neue Objekt. „Die Schaltung ist fertig, aber wir haben‘s noch nicht ausprobiert“, erklärt er. Ein Restrisiko bleibt bei diesem technischen Sprung ins kalte Nass.

Am „Ort der Stille“ wird es wieder eine Wasserwand mit Projektion geben, diesmal allerdings deutlich größer als in den vergangenen Jahren. Der „Hydroschild“ wächst ganz ordentlich, denn „wir haben festgestellt, dass die Pumpe deutlich mehr kann“, berichtet Wolfgang Flammersfeld. Auch erfahrene Profis erleben immer wieder Überraschungen.

Den großen Bereich des Stadtgartens vor der Hauptbühne unter der Zeltkuppel „werden wir etwas anders bespielen als in der Vergangenheit“, kündigt Flammersfeld an. Dort sollen nun zwei bis drei etwas größere Objekte platziert werden, darunter ein Kubus mit den Maßen 4 mal 4 mal 6 Meter. Den erleben die Besucher laut Flammersfeld „mit Nebel und Gedöns“, was immer das bedeutet.

Außerdem ziehen mystische Kreaturen mit den Herbstlichtern in den Park ein. Rund acht Meter hohe Drachen werden im Wald an der Aachener Landstraße zu finden sein. Die Beschreibung des Regisseurs: „Die wühlen in der Erde, und die Schwänze ragen heraus.“ Die „Flugsaurier“ dominieren auch die Südbastion – multimedial: als Video, dreidimensionale Objekte und Dia-Projektion.

Die Lichtspiele im Brückenkopf-Park sind an vielen Stellen mit Musik unterlegt und beinhalten Mitmachaktionen. Wer über eine Taschenlampe oder eine entsprechende Handy-Funktion verfügt, kann sich an einer Phosphorwand als Lichtkünstler versuchen. „Das ist sehr beliebt“, sagt Flammersfeld, für den nun die umfangreichen Vorbereitungen beginnen.

Die Besucher erhalten diesmal an den Kassen einen Flyer, der die Wegeführung zeigt. Denn nicht wenige Gäste haben in den letzten Jahren den Rundkurs von der falschen Seite begonnen, was allerdings nicht sehr klug ist. Denn dann führt man sich selbst „hinters Licht“ und kriegt die meisten Effekte gar nicht mit.

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