Die großen Wagen kriegen in Lich-Steinstraß kaum die Kurve

Von: brs
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Putzig: Junge Weibchen einer närrischen Tierart haben viel Spaß beim Umzug mit ihrem Rudel in Lich-Steinstraß. Foto: Britta Sylvester
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Auch die Senioren, die die Tagespflegeeinrichtung in Boslar besuchen, wollten am Rosenmontagszug teilhaben. Warm eingepackt und ausgestattet mit Schüsseln für die Kamelle saßen sie am Straßenrand und warteten auf die Dinge, die da kommen sollten. Foto: Kròl
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Siersdorf ist eines der führenden Weinanbaugebiete im Jülicher Land. Anders wäre es nicht zu erklären, dass diese jecken Weinreben im Siersdorfer Zug gewachsen sind. Foto: Mauer
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Als Sonnenschutz waren Strohhüte und Kappen am Rosenmontag überflüssig, für die bunten Kostüme waren sie der krönende Abschluss.
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Die Wikinger hatten die Segel gesetzt in Richtung Aldenhoven, wo sie zur Freude des Narrenvolkes Station machten. Foto: Mauer
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Wenn es Kamelle regnet, lautet das Motto: „...und dann die Hände zum Himmel...“
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Platz da, hier kommt die Nachwuchs-Biker-Gang aus Inden/Altdorf. Foto: Mauer

Lich-Steinstraß. „Alles ruhig, alles idyllisch, und jetzt kommt sogar die Sonne raus!“ Zufrieden blickte der Polizist um sich. Die Kreuzung war gesperrt, die dicken grauen Wolken rissen auf – fehlte nur noch eins: der Zug. Beinahe auf die Minute pünktlich – genau um 14.01 Uhr – hatte sich der Rosenmontagszug auf dem Lich/Steinstraßer Matthiasplatz in Bewegung gesetzt.

Der Elferrat und mit ihm Jülichs Bürgermeister Axel Fuchs, der zu Besuch war, hatten gerade noch Zeit, die Getränke beiseite zu stellen und die Kappen gerade zu rücken, als der Wagen losrumpelte. Mit Alaaf- und Kamelle-Rufen begrüßten die vielen Narren den lang erwarteten Zug. Zunächst rollte er quer durch die von einer dichten Menschenmenge gesäumten Straßen im „Möhnewinkel“. Für die Jecken weiter unten Richtung Innenstadt und die Polizisten an den vielen Straßensperren war weiterhin Warten angesagt.

Fest zum Bild des farbenfrohen Zuges der KG Maiblömche aus Lich-Steinstraß gehören neben den Wagen befreundeter Karnevalsgesellschaften zum Beispiel aus Koslar bunt kostümierte Musikgruppen und auch eine immer größer werdende Zahl an Abiturienten – aktuelle wie ehemalige – der Jülicher Schulen. Den größten Wagen, der an mancher Stelle kaum die Kurve bekam, steuerte die Erkelenzer Landjugend bei, gewandet in knallorange „Fred-Feuerstein-Pelze“.

Drei Wagen der KG

Die Maiblömche waren nicht nur mit Elferrats- und Senatswagen, sondern auch mit dem „Zirkus Maiblömche“ vertreten. Selbstverständlich mittendrin im bunten Treiben: das Dreigestirn Prinz Guido (Tirtey), Bauer Stefan (Hamacher), Jungfrau Franzi (Werner Schönen) und Prinzenführer Elmar (Schumacher).

Wenn auch die Sonne an diesem Rosenmontagsnachmittag nur ein kurzes Gastspiel gab, so bleibt am Ende dennoch festzustellen: Petrus muss wohl doch ein paar rheinische Wesenszüge sein Eigen nennen. Zwar ein wenig vom Winde verweht, aber immerhin trockenen Fußes kamen die Maiblömche und ihre vielen Gäste wieder auf dem Matthiasplatz an, wo die Party im Festzelt bis in die späten Abendstunden weiterging.

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