Die Goretti-Aktion bringt über 500.000 Euro ein

Von: Adi Zantis
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Mit Schwester Maria Goretti freuten sich auch Aktionsvorsitzender Hans Schröder (r.) und Geschäftsführer Heijo Neumann (l.) über den von Theo Herber (Mitte) gestalteten „Goretti-Kalender“, der beim zweitägigen Basar ein „großer Renner“ war. Foto: Zantis

Aldenhoven. Auch in der 42. Goretti-Aktion konnte die Aldenhovener Gemeinschaft mit einem erfolgreichen Basar ihre Unterstützung für die Franziskaner-Mission in Brasilien weiter führen.

Mit der Namensgeberin Schwester Maria Goretti, die viele Jahre ihres Ordenslebens in der brasilianischen Millionenstadt São Luis Missionsarbeit geleistet hatte, ist in der Martinus-Gemeinde seit vier Jahrzehnten immer mehr eine Herausforderung für das bedeutsame Hilfswerk entstanden.

Mit dem Einsatz in den Armenvierteln Brasiliens richten sich die vielfältigen Aufgaben des Franziskaner-Ordens auf eine geordnete Schulbildung für Kinder und Jugendliche in den Armenvierteln. Als „goldener Schlüssel für eine Hilfe zur Selbsthilfe“ entstanden durch die Missionsarbeit in den Problemvierteln besonders Vor- und Grundschulen, um die verwahrlosten Kinder von der Straße zu holen.

In diesen vielfältigen Aufgaben der Missionsarbeit kann der Franziskaner-Orden mittlerweile auf 50 Jahre zurückblicken. Durch den Einsatz der Ordensgemeinschaft mit ihren Schwestern konnte besonders im sozialen Bereich vieles in der Schulausbildung geleistet werden. Die Arbeit vor Ort wird heute größtenteils von den bisher schon eingebundenen einheimischen Schwestern und Geistlichen weiter geführt. Hierzu hat alljährlich auch die Spendenhilfe aus der Aldenhovener Goretti-Aktion mit bisher über 500.000 Euro einen wesentlichen Beitrag geleistet.

Beim diesjährigen Eröffnungsgottesdienst mit dem Jülicher Pfarrer i. R. Heinrich Bongard und der Mitwirkung des RWE-Chores Eschweiler begrüßte die Gemeinde mit vielen auswärtigen Gästen auch die im Ruhestand lebende Schwester Maria Goretti mit großem Applaus. In der Predigt über „die wichtige Botschaft im Advent“ sprach Pfarrer Bongard von „einer Welt, die menschlicher werden sollte“.

„Wir müssen uns bemühen, dass das getan wird, was Christus erwartet.“ Dabei nahm er Schwester Maria Goretti in einem Dialog mit in die Betrachtungen hinein. Er stellte die ehemalige Ordensfrau in ihrem beispielhaften Leben vor, wie sie ausgehend von ihrer Tätigkeit als Kindergartenschwester in Aldenhoven 1963 dem Ruf ihres Ordens folgte. Schwester Goretti sprach von vielen Aufgaben, mit denen sie gemäß den Anforderungen im Nordosten Brasiliens mit dem Aufbau der Schulen begonnen hatte und in schwierigen Anfängen schließlich ein eigenes Werk mit dem „Traum der Aline“ verwirklichen konnte. Immer wieder, so bekundete sie deutlich, sei dazu die jährliche Spende der Goretti-Aktion aus Aldenhoven „eine willkommene Zugabe für viele Projekte gewesen“.

In einem Dankeswort freute sich auch Aktions-Vorsitzender Hans Schröder über den Besuch von Schwester Maria Goretti. Er dankte für den lobenswerten Einsatz, mit dem sich die eifrigen Mitglieder und Helfer wiederum für die große Spendenaktion eingesetzt hatten. Ein besonderer Dank galt dem RWE-Männerchor, der sich in vielen Jahren unter der Leitung von Ernst Simons beim Gottesdienst engagierte.

An dem vielfältigen Angebot des Basars an den Verkaufs- und Imbissständen sowie diversen Geschenkartikeln und einem großen Büchermarkt erfreuten sich an den beiden Tagen viele Besucher. Erstmals wurde ein Goretti-Kalender angeboten. Die großformatige Übersicht für 2016 wurde von Theo Herber in Eigenregie grafisch gestaltet und hergestellt. Diese Hochglanzausgabe entwickelte sich geradezu zu „einem Renner“ im Basar-Angebot.

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