Die Gnadenkapelle in Aldenhoven ist akut vom Verfall bedroht

Von: gre
Letzte Aktualisierung:
8577369.jpg
Ralf Herhut (v. l. )erläutert den Besuchern Josef Wirtz MdL, Ralf Claßen, Thomas Rachel MdB und Leo Neulen die Schäden im Inneren der Gnadenkapelle. Foto: Greven

Aldenhoven. Von Thomas Rachel kam die Anregung an die Katholische Pfarrgemeinde St. Martinus Aldenhoven, sich um Sondermittel aus dem Denkmalschutzprogramm V für den Erhalt der Gnadenkapelle zu bemühen. Die aus der Mitte des 17. Jahrhunderts stammende Kapelle ist inzwischen durch eindringende Feuchtigkeit akut vom Verfall bedroht.

Die Kriege, insbesondere der Zweite Weltkrieg, in dessen Endphase die nur einen Steinwurf entfernt gelegene Kirche dem Erdboden gleich gemacht worden war, haben bemerkenswerter Weise keine großen Schäden an der Kapelle angerichtet, auch nicht die napoleonische Zeit.

Pilger und Prozessionen

Über Jahrhunderte bis in die Neuzeit war die kleine Kapelle während der drei Marien-Oktaven Ziel der Wallfahrten von Pilgern aus nah und fern. Heute kann man zwar nicht mehr von Pilgerströmen sprechen. Aber es gibt sie noch immer, die Einzelpilger und auch die Prozessionen zu „Maria, Zuflucht der Sünder“. Beim Schlussgottesdienst der Oktav Maria Geburt war das Gotteshaus bis auf den letzten Platz gefüllt.

Letzten Samstag hat sich der Parlamenarische Staatssekretär Thomas Rachel selbst einen Eindruck vom Zustand der Kapelle gemacht im Beisein von Josef Wirtz MdL, dem CDU-Bürgermeister-Kandidaten Ralf Claßen und CDU-Gemeindeverbandsvorsitzenden Leo Neulen. Kirchenvorstandsvorsitzender Ralf Herhut gab eingehende Erläuterungen zu den Schäden und dem derzeitigen Stand der Sanierungsarbeiten.

Nachweislich lag zu früheren Zeiten der Kapellenplatz 80 Zentimeter tiefer. Hierauf führt man die von außen in das Grundmauerwerk eingedrungene Nässe zurück, die besonders die alten Holzvertäfelungen und den Holzaltar stark geschädigt haben. Ralf Herhut schätzt die Kosten der Schadensbeseitigung auf 330 000 Euro. Thomas Rachel bekräftigte die Notwendigkeit der Schadensbeseitigung nicht nur aus der Sicht des Erhalts der Kapelle als Baudenkmal, sondern vor allem als Ort des christlichen Glaubens. Landtagsabgeordneter Josef Wirtz wies darauf hin, dass der Landeshaushalt 2014 für den Denkmalschutz zwar noch acht Millionen vorsah, die im Entwurf für 2015 aber auf Null zurückgefahren worden seien. Seine Fraktion habe sich gegen diese Streichung ausgesprochen. Thomas Rachel gab zu bedenken, dass damit unter Umständen auch die Bundesfinanzierung in Gefahr gebracht werde.

„Da jeder Euro zählt“, wird nach Ansicht von Ralf Herhut auch der von Ralf Claßen inszenierte Verkauf der „Aldenhoven-Autoaufkleber“ einen gewissen Beitrag zur Sanierung leisten.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert